WhatsApp und Datenschutz – Antworten auf die wichtigsten Fragen
Dienstag, 21. Februar 2012, 10:06 Uhr
Die Messenger-App WhatsApp gehört zu den beliebtesten Apps überhaupt. Sie ermöglicht den Austausch von Nachrichten über das Internet ohne zusätzliche Übertragungskosten und über verschiedene Handy-Betriebssyteme hinweg.
Bei Installation der App wird um die Erlaubnis zur Adressbuchabfrage gebeten und die Eingabe der Telefonnummer gefordert. Bei Zustimmung erstellt die Software eine Favoritenliste mit denjenigen Kontakten aus dem Adressbuch, die ebenfalls WhatsApp verwenden. Dass dabei Daten der Nutzer übertragen und verarbeitet werden liegt auf der Hand.
So praktisch die Software auch ist, stellt sich dem kritischen Nutzer allerdings die Frage, wie es sich eigentlich mit dem Datenschutz verhält.
Nachgefragt: What’s up beim Datenschutz von WhatsApp?
Die Macher der beliebten Messenger-App WhatsApp halten sich mit Auskünften zum Datenschutz grundsätzlich eher zurück. Auch die Datenschutzerklärung lässt wesentliche Fragen offen. Wir haben daher bei WhatsApp direkt nachgefragt.
Auch wenn die Auskunft schwieriger war als zunächst angenommen und etwas Geduld erforderte, wurde unsere Anfrage dann wider Erwarten doch noch wie folgt schriftlich beantwortet:
Im Original:
- Do you file or store the messages on your servers? If so for how long do you store the data?
“We store messages on our servers until they are delivered. If the message is not delivered for any reason, we will hold it up to 30 days. If message is not delivered after 30 days, it is deleted from the server.” - What categories of data do you use from the address book? If you store the data for how long?
“Only the telephone number is used from the address book. We do not presently store address book data.” - Do you provide the service to erase the collected data?
“We are building the delete account service. All stored information about a user is deleted except his payment information. After 30 days, the payment information is also deleted.” - Do you transfer any data to third parties? If so who receives this data?
“We do not transfer any data to third parties.”
Übersetzung:
- Werden die Nachrichten auf dem Server verarbeitet oder gespeichert? Wenn ja, wie lange werden die Daten gespeichert?
“Die Nachrichten werden auf den Servern nur so lange gespeichert, bis sie dem Empfänger übermittelt wurden. Wenn eine Nachricht nicht zugestellt werden kann, wird diese 30 Tage gespeichert. Wenn die Nachricht nach 30 Tagen nicht zugestellt werden konnte, wird diese gelöscht.” - Welche Daten aus dem Adressbuch werden verwendet? Wenn die Daten gespeichert werden, wie lange?
“Nur die Telefonnummern aus dem Adressbuch werden verwendet. Die Adressbuchdaten werden derzeit nicht gespeichert.” - Gibt es eine Möglichkeit, die gesammelten Daten zu löschen?
“WhatsApp arbeitet an einem eigenen Service zum Löschen des Kundenaccounts. Die gesamten Nutzerdaten werden gelöscht, außer die Rechnungsdaten. Nach 30 Tagen werden dann auch die Rechnungsdaten gelöscht.” - Werden Daten an Dritte weitergegeben? Wenn ja, wer erhält die Daten?
“WhatsApp gibt keine Daten an Dritte weiter.”
UPDATE 22.02.2012: Wir haben die Antwort von WhatsApp nun ohne zusätzliche Informationen übersetzt, um Missverständnisse zu vermeiden.
WhatsApp kann doch Datenschutz
Ausgehend von der Richtigkeit der Aussagen, sind das gute Nachrichten für die Nutzer und ihre Kontaktdaten. Denn nur die notwendigen Daten zur Bereitstellung des Messengers, insbesondere der automatischen Favoritenliste, werden gespeichert und verarbeitet. Die Speicherung erfolgt nicht länger als notwendig und alle Daten werden standardmäßig nach 30 Tagen gelöscht. Außerdem werden keine Profile erstellt oder Daten weiterverkauft.
Dennoch sollte sich jeder User bewusst sein, dass sich dies auch jederzeit ändern kann. Wenn WhatsApp diese Standards jedoch auch langfristig einhalten will, fragen wir uns, warum sie diese Tatsachen nicht in die Datenschutzerklärung aufnehmen. Dann wären sie immerhin verbindlich. Trotzdem – wir sind jedenfalls fürs Erste beruhigt.
UPDATE 04.05.2012: Es hat sich rausgestellt, dass die Daten unverschlüsselt übertragen werden, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Mittlerweile gibt es sogar Software, die diese Daten abfangen kann, wenn sich Nutzen und Angreifer im gleichen WLAN-Netz befinden.
Über die Autoren:
Unsere Autoren sind spezialisierte Juristen mit Kompetenzen auf den Gebieten Datenschutz, Recht und IT. Jeder Einzelne verfügt über ein umfassendes Erfahrungsspektrum als Externer Datenschutzbeauftragter.
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Matthias schreibt:
21. Februar 2012 um 18:56
Um aber die Telefonnummern abgleichen zu können müssen diese ja gespeichert sein (auch, weil die Telefonnummer als Benutzername genutzt wird). Dann stellt sich die Frage, warum What’s App keinen Hash der Telefonnummer verwendet. Außerdem werden meines Wissens die Daten unverschlüsselt übertragen.
Tobias schreibt:
21. Februar 2012 um 20:10
Hallo Datenschutzbeauftragter,
die Aussagen bzgl. Punkt 2 können gar nicht stimmen (mal abgesehen davon dass Original und Übersetzung nicht übereinstimmen). Aus folgendem Grund:
Wenn Du Whatsapp benutzt, werden Freunde, die sich gerade bei Whatsapp angemeldet haben, automatisch und sofort zu deiner Favoritenliste hinzugefügt. Dafür gibt es technisch nur zwei Möglichkeiten:
A. Die App synced jedes Mal wenn du sie öffnest dein gesamtes Adressbuch und schaut ob sich Freunde registriert haben. Das ist sehr aufwendig und bringt 30 sekündige bis 2 minütige Ladezeiten beim Öffnen mit sich (Ausserdem kostet der Sync den Betrieber des Dienstes Geld). Bei Whatsapp passiert das nicht.
B. Das Adressbuch des Nutzers ist auf dem Server. Wenn sich ein Freund anmeldet, sucht Whatsapp wer den Nutzer in seinem Adressbuch hat, und schickt an diese Nutzer eine Art Systemnachricht, damit der Freund in der App angezeigt wird. Keine Ladezeiten und minimale Serverkosten. Genau das passiert bei Whatsapp.
Insofern ist das Adressbuch zu 99% Sicherheit auf den Servern von Whatsapp. Bitte das nächste Mal besser recherchieren.
Es wäre interessant zu wissen, ob die Daten verschlüsselt (https) und gehasht (annonymisiert) werden? Das ist auch meistens ein kritischer Punkt… Vor allem bei Whatsapp: es gab mehr als ein halbes Jahr eine Website auf der man für beliebige Whatsappnutzer ohne Zugriffsrechte einfach den Status ändern konnte…
Beste Grüße
Quark schreibt:
21. Februar 2012 um 21:26
Da besteht ja einige Diskrepanz zwischen dem englischen Original und Ihrer Übersetzung. Woher kommt denn das Mehr an Informationen in der deutschen Übersetzung?
Dr. Datenschutz schreibt:
22. Februar 2012 um 12:28
@Matthias:
Die Telefonnummern der angemeldeten Nutzer müssen auf den Servern von WhatsApp gespeichert sein, weil sie als Benutzername fungieren. Wir verstehen die Antwort von WhatsApp so, dass NUR diese Telefonnummern der Nutzer gespeichert werden, aber keine anderen Daten aus deren Adressbüchern.
Hash als Telefonnummer ist eine gute Idee. Wir werden das WhatsApp vorschlagen.
@Tobias:
Wenn man einen neuen Kontakt dem iPhone-Adressbuch hinzufügt, wird nach dem Öffnen von WhatsApp dieser sofort in der Favoriten-Liste angezeigt. Es muss also nach jedem Öffnen ein Abgleich stattfinden (also doch A). Und dann kann man sich auch fragen, warum WhatsApp das gesamte Adressbuch speichern sollte?!
Ob die Daten verschlüsselt übertragen werden, ist in der Tat eine interessante Frage! Wir werden versuchen, eine Stellungnahme von WhatsApp zu bekommen.
@Quark:
Wir haben die Informationen hinzugefügt, um unseren Lesern den Sachverhalt zu vereinfachen. Das kann zu Missverständnissen führen und deshalb haben wir diese Infos wieder entfernt. Danke.
EpicFail schreibt:
22. Februar 2012 um 12:29
@ Tobias: Deine NR. wird ja gespeichert, wenn du dich anmeldest, die Nummern in deinem Adressbuch aber nicht!! Wenn sich nun jemand neu Registriert und deine Nummer in seinem Adressbuch hat vergleicht Whatsapp die Nummern und setzt Ihn bei dir in die Liste, daher muss dein Adressbuch nicht auf deren Servern gespeichert sein, da deine Nummer registriert ist und mit seinem Adressbuch abgeglichen wird!!
Matthias schreibt:
22. Februar 2012 um 20:46
@Dr. Datenschutz:
Danke für das Nachfragen bei What’s App. Ebenso interessant ist die Frage, ob die Übertragung auch verschlüsselt wird. Vor ca. einem halben Jahr habe ich es selbst einmal nachgeprüft und dem war nicht so. Ob es immer noch so ist weiß ich nicht.
Tobias schreibt:
23. Februar 2012 um 04:19
@epicFail: Wäre theoretisch möglich…dann müsste aber auch nochmal ein Abgleich mit meinem Adressbuch stattfinden, ob ich ihn auch in meinen Kontakten habe. Da Whatsapp mir aber zahlreiche Leute anzeigt, die mich relativ sicher nicht in ihrem Adressbuch haben, und insofern nicht finden können…muss mein Adressbuch auf dem Server liegen.
@Dr.Datenschutz: Du vermischt zwei verschiedene technische Abläufe. Das eine ist die Überprüfung, ob man seinem Adressbuch neue Kontakte hinzugefügt hat. Falls ja, werden diese einzelnen Kontakte an den Server geschickt, um zu überprüfen ob der Kontakt registriert ist und dann ggfs. in der Favoritenliste angezeigt. Das andere ist die Überprüfung, ob sich bereits vorhandene Kontakte neuerdings bei Whatsapp angemeldet haben. Dafür müssten aber alle deine nicht registrierten Kontakte mit Neuanmeldungen abgeglichen werden. Hier kann Methode A., B. oder C. (oben von EpicFail beschrieben) Anwendung finden. A ist es sicher nicht. Aufgrund des Verhaltens der App tippe ich auf B.
Dr. Datenschutz schreibt:
23. Februar 2012 um 10:28
@Tobias:
Mal angenommen du hast 200 Kontakte im Adressbuch und nur die Handynummer (besteht aus ca. 12 Ziffern) eines Kontaktes wird verwendet. Bei PlainText kannst du von 1 Zeichen = 1 Byte ausgehen. Macht 2400 Byte = 2,34 KB. Das schafft eine normale Internetverbindung in Sekundenbruchteilen und macht somit Methode A nicht gerade unwahrscheinlich, oder?!
Methode B hat den Nachteil, dass die angeblich gespeicherten Kontakte auf dem Server von WhatsApp nicht immer aktuell sind.
Tobias schreibt:
23. Februar 2012 um 14:27
@Dr.Datenschutz:
Wenn Ihr Euch den initialen Sync bei Whatsapp, Viber, etc. anschaut, seht ihr, dass es ein bisschen länger dauert. Das größte Problem für Entwickler ist die Serverload: die Abgleichprozesse sind sehr ressourcenintensiv. Wenn man bei jedem Öffnen der App (oder auch nur einaml am Tag) die gesamten Kontakte synced ist das erstens teuer und zweitens geht das zu Lasten der Performance des Gesamtsystem.
Bzgl. Methode B: Die App erkennt geänderte bzw. ergänzte Kontakte und lädt sie einfach an den Server hoch…
Dr. Datenschutz schreibt:
23. Februar 2012 um 18:04
@Tobias:
Man-in-the-Middle-Operation der SSL-Kommunikation von WhatsApp
http://binblog.info/2011/06/18/whatsapp-protokollanalyse/
“WhatsApp setzt beim Aufbau der Favoritenliste einen POST-Request”
“Alle im Telefonbuch gefundenen Telefonnummern”
“Außer den Telefonnummern wird keine Information übertragen”
“Bei WhatsApp antwortet (…) pro gefundener Gegenstelle ein Dictionary”
Tobias schreibt:
24. Februar 2012 um 00:53
In dem Artikel geht es zunächst um den initialen Aufbau der Favoritenliste. Ob die Ergänzung/Veränderung der Liste im laufenden Betrieb genauso erfolgt, bleibt offen. Zumindest sind wenn überhaupt nur die Nummern auf deren Servern gespeichert.
Dr. Datenschutz schreibt:
24. Februar 2012 um 13:43
Ich habe in den Kommentaren nachgefragt:
“Werden eigentlich bei jedem Öffnen der App erneut alle Handynummern an den Server gesendet? Oder liegen die auf dem Server und werden nur die neuen und geänderten Kontakte abgeglichen?”
Martin schreibt:
“So wie ich das sehe, werden die jedes mal gesendet. Wahrscheinlich ist der Shice deshalb auch beim Starten so langsam.”
WhatsApp Messenger für iOS und Android | sms-alternative schreibt:
24. Februar 2012 um 15:12
[...] In jüngster Zeit gab es außerdem einige Aufregung, da die App sich ungefragt des Telefonbuchs des Anwenders bemächtigt. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Datenschutz findet man hier. [...]
Tobias schreibt:
25. Februar 2012 um 00:14
Danke für das intensive Nachrecherchieren und den interessanten Austausch!
Kann es immer noch nicht richtig glauben, weil es technisch alles andere als schlau ist. Naja, wäre zumindest ein Grund wieso die Performance bei Whatsapp manchmal hängt…
Viber: Skype-Alternative mit undurchsichtigen Bedingungen - Apfelnews schreibt:
27. Februar 2012 um 12:35
[...] an Viber. Während die Macher von What’sApp bezüglich des Umgangs mit den Userdaten klare Auskünfte geben, hält Viber sich mit solchen Informationen stark zurück. Der Inhalt des Adressbuches wird [...]
WhatsApp speichert nicht zugestellte Nachrichten einen Monat auf den eigenen Servern | ifun.de/iPhone :: Alles zum iPhone schreibt:
7. März 2012 um 18:37
[...] seinem Datenschutzblog widmet das Beratungsunternehmen “Intersoft Consulting” der wohl populärsten App [...]
Didiauskoeln schreibt:
8. März 2012 um 12:45
Hallöchen zusammen,
ich meine, ich kann beweisen, dass die Daten nicht nach dem Zustellen gelöscht werden. Und jeder kann es selbst testen, ohne Programmierkenntnisse, ohne zusätzliche Apps.
Ich habe ein Bild per What´s App erhalten, nach ein paar Tagen, alle meine Daten auf Laptop gesichert. Unter anderem alle Fotos aus allen Ordnern verschoben. Ich habe mein Handy gerootet und dachte mir sicher ist sicher.
Einigen Tage später brauchte ich das Bild, es handelte sich um einen Barcode (Strichcode). Also… Quick Pic (meine Galeire-App) geöffnet und… oh nein…
Also… What´s App geöffnet, in der Hoffnung es nochmal runterladen zu können, oh nein….
Dort steht neben dem Bild “Anzeigen”, ein Klick darauf verriet mir, dass das Bild nicht mehr vorhanden war.
Letzter Versuch: Ich habe in What´s App etwas länger auf das Bild gepatscht und die Aktion “What´s App” ausgewählt, in dem folgenden Kontaktefenster habe ich meine Frau ausgewählt. Diese antwortete mir, “Was soll ich mit dem Strichcode?”
Mir zurückschicken!
Danke
Wenn also die Daten sofort nach Zustellung gelöscht werden, warum konnte ich dann mein gelöschtes (What´s App Bilder) Bild weiterleiten?
Ich meine, SUPER, das dieses Bild gespeichert wurde, so konnte ich darauf zurückgreifen.
Und liebe Datenschutzbeauftragter-info.de: Genau aus so einem Grund bin ich einerseits für Datensammler im Internet, Aber nur so lange, wie diese auch diese für sich behalten und nicht weiterverkaufen.
Allerdings bin ich aber auch dafür, dass Polizei und Staatsanwaltschaft ohne große Prozesse, auf alle Daten schneller zugreifen können. Und das gilt für sämtliche Daten. emails, Chats, logs, alles.. Einfach einen richterlichen Beschluss holen und zack -> Daten ernten.
Irgendwo muss der Datenschutz ja auch mal Grenzen haben.
Wer nix zu verbergen hat, dem kann man nix.
Wer allerdings auf seine illegalen Geschäfte nicht verzichten möchte und dennoch kommunizieren will, sollte heutzutage wieder Rauchzeichen geben, die knackt garantiert keine Behörde, kein Trojaner.
Didi
Dr. Datenschutz schreibt:
8. März 2012 um 17:52
Hallo Didi,
wenn ich Bilder per WhatsApp erhalte, dann wird dieses Bild im Foto-Ordner des iPhones UND in der lokalen Datenbank von WhatsApp gespeichert. Lösche ich nun dieses Foto aus dem Foto-Ordner, ist es immer noch in der Datenbank der App.
Vielleicht konntest du deshalb das Bild erneut senden!?
Maximilian schreibt:
16. März 2012 um 12:07
Jetzt an die Öffentlichkeit geraten ist die Funktion von mehreren auch sehr bekannten Apps wie Twitter und Instragram, die Adressbuchdaten aus dem Smartphone auf die eigenen Server laden, ohne dabei um Erlaubnis zu fragen. Die genannten Apps haben auf diesen Verstoß des Datenschutzes sofort reagiert und nun eine Erlaubnisabfrage eingestellt. Bei anderen ist es immer noch unklar, ob sie bloß theoretische Sicherheitslücken aufweisen oder die Daten vom Hersteller tatsächlich genutzt werden.
John schreibt:
26. März 2012 um 11:58
Hallo,
Mich würde brennend interessieren ob schon einmal nachweislich jemand einen “Schaden“ erlitten hat durch diese App.
Klar ist das manche Apps nun mal nicht ohne diese Befugnisse funktionieren können. Dass heißt aber ja nicht in jeden Fall das die Leute dahinter das auch gleich missbrauchen.
Ich würde mich einfach schlecht fühlen wenn die Nummern von meinen Kontakten missbraucht werden würden nur weil ich diese App installiert habe.
Plop schreibt:
28. März 2012 um 20:28
(leicht OT) @Didiauskoeln
Deine Einstellung zum Datenschutz würde ich noch einmal überdenken: Unternehmen wollen Geld verdienen, und bei kostenlosen Angeboten geschieht dies meist durch das Sammeln deiner Daten, die dann z.B. an Werbefirmen verkauft werden. Ob das auch auf Whatsapp zutrifft weiß ich nicht, aber es ist wenigstens ganz gut, dass diese App etwas kostet (da man sonst ausschließlich auf Profit durch deine Daten schließen müsste).
Das mit der staatlichen Überwachung sehe ich auch kritisch, man sollte nicht alle Bürger unter Generalverdacht stellen. Auch dort gibt es Missbrauch, siehe z.B. die Funkzellenüberwachung bei Demonstrationen. Freie Kommunikation ist ein hohes Gut und sollte geschützt werden, das wäre durch eine Totalüberwachung nicht mehr möglich. Warum sollte also z.B. das Briefgeheimnis nicht auch für elektronische Nachrichten gelten?
Zuletzt zu deinem Satz: “Wer nichts zu verbergen hat, der hat nichts zu befürchten”… Mit dieser Auffassung haben sich schon eine Menge Leute beschäftigt, du solltest mal im Internet danach suchen, da gibt es so einige Essays drüber
mfg
Andre schreibt:
2. April 2012 um 20:15
Hallo leute sind meine bilder und videos auch gesichert oder nur die telefon nummer.
Bitte schnelle antwort
Mfg
mahobu schreibt:
10. April 2012 um 12:48
Die Tagesschau (ARD) berichtet aktuell, dass WhatsApp die Kontodaten ausspäht, sofern vom Handy aus auf Girokonto zugegriffen wird. Was halten Sie von dieser Meldung?
MfG M. Hofmann
Dr. Datenschutz schreibt:
10. April 2012 um 15:36
Hallo Herr Hofmann,
vielen Dank für den Hinweis. Hier unser Kommentar:
Tagesthemen: “WhatsApp kann auf Bankkonten zugreifen!
johannes lindemann schreibt:
15. April 2012 um 17:03
Gestern SMS über WhatsApp von +491734185496 mit Links zu Flirtseiten erhalten! Da meine private Handy-Nr. nur sehr begrenzt weitergegeben wird, kann der Betreiber dieser Flirtseiten sie nur von WhatsApp erhalten haben! WHatsApp verkauft die Tel.-Nr.! Wie soll es sich sonst finanzieren?
Dr. Datenschutz schreibt:
16. April 2012 um 11:14
Hallo Jonannes,
WhatsApp sagt eindeutig in der Datenschutzerklärung und auf unsere Anfrage, dass keine personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben werden.
Wäre es nicht möglich, dass ein User den Messenger-Dienst missbraucht und Werbung an für ihn unbekannte Nutzer verschickt?
Zur Finanzierung:
WhatsApp ist im Apple-AppStore seit Monaten auf den ersten Plätzen der meistverkauften Apps. Für Android ist die App für ein Jahr kostenlos, danach werden 0.99 USD/Jahr fällig.
Die spinnen, die Finnen... Nokia 808 - Seite 11 - DIGITAL FERNSEHEN - Forum schreibt:
22. April 2012 um 16:03
[...] AW: Die spinnen, die Finnen… Nokia 808 Doch, das Programm fragt ob dieser das Telefonbuch nutzen darf. Schau mal hier ganz interessant : link [...]
Lilli schreibt:
23. April 2012 um 13:09
Hallo Dr. Datenschutz,
1. Das mit dem Daten löschen nach 30 Tagen ist völliger Quatsch,
Ich habe einem Kumpel der nich mehr bei Whatsapp war aber noch in meiner Liste, Bilder ausem Internet per Whats app geschickt damit ich die Bilder in Guter Qualität auf meinem Handy habe, mit der Absicht das er nie diese Bilder bekommt.
Ein 2Monate später hatte er sich Whatsapp wieder aktiviert und all diese Bilder bekommen.
2. Denn hab ich noch ein Paar Fragen zu den Berechtigungen die wir Akzeptieren müssen da mit wir diese App benutzen dürfen. Und zwar :
Wozu brauch Whatsapp zugriff auf unsere SMS und lässt zu das diese Überwacht und ohne das wir sie gelesen haben gelöscht werden dürfen!?
Sowie das diese App-Nutzer SMS und Anrufe auf unsere Kosten tätigen darf??
“Ermöglicht der Anwendung das Senden von SMSNachriten. Schadsoftware kann Kosten verursachen indem ihre Nachrichten ohne ihre Zustimmung gesendet werden.”" Hiermit kann die Anwendung Telefonnumern ohne ihre Einwirkung anrufen. Dies kann dazuführen das in ihrer Telefonrechnung unerwartete Anrufe durch Schadsoftware ausgeführt werden.”
3. “Erlaubt dieser Anwendung die Kontoauthenifizierer Funktion des Kontomanagers zu verwenden Dazu gehört das Erstellen von Konten und verwalten von Passwörtern[..] Erlaubt einer Anwendung Konten hinzuzufügen und zuentfernen und IHR Passwort zulöschen” Heißt das Whats app hat all meine Passwörter die ich jemals in meinen Handy eingeben habe??
4. Und Wir erlauben Whatsapp das Audioaufnahmepfad? Heißt das Whats app darf Telefongespräche aufnehmen??
5. Und mit an 3.Weitergeben steht in meinen Nutzungsbedingungen :
“Hiermit kann eine Anwendung alle auf dem Gerät gespeicherten Kontaktdaten lesen. Schadsoftware kann diese Daten an 3. senden, löschen und ändern”
Würde mich über paar Antworten und Klärungen freuen.
Danke Lilli
(Kommentar bearbeitet -Nummerierung hinzugefügt- von admin)
Dr. Datenschutz schreibt:
25. April 2012 um 10:05
Hallo Lilli,
ich werde versuchen auf deine Fragen einzugehen. Bitte bedenke dabei, dass ich nicht der Datenschutzbeauftragte von WhatsApp bin. Auch habe ich keinen Einblick in den Quellcode der App und kann nur eine subjektive Einschätzung geben.
zu 1.) Mir ist nicht ganz klar, warum du Bilder deinem Kumpel schickst, wenn du nicht möchtest, dass er diese bekommt. WhatsApp hat uns gesagt, dass die Daten nach 30 Tagen vom Server gelöscht werden. Wenn dein Freund die Bilder trotzdem nach 2 Monaten bekommen hat, dann könnte es daran liegen, dass die Bilder erneut automatisch gesendet wurden. Die Bilder wurden zwar vom Server gelöscht, aber der Sendeauftrag blieb bestehen.
zu 2.) Ich gehe mal davon aus, dass du ein Android-Handy besitzt. Ich habe wenig Erfahrung mit diesem System. Deshalb habe ich mal Google gefragt.
Im Android-Forum steht zum Thema SMS folgendes: „Das ist Möglichkeit, deine Kontakte über deinen Einsatz von WhatsApp zu informieren. Du kannst sie per WhatsApp ja schlecht anchatten, wenn sie es noch nicht haben/kennen.“
Auf der WhatsApp-Seite steht: „… die Anruffunktion dient allein dazu, jemanden anrufen zu können, ohne vorher WhatsApp beenden zu müssen.“
Der Rest bezieht sich auf eventuelle Schadsoftware(!).
zu 3.) Zum Thema Kontoauthentifizierer kann ich nicht viel sagen. Ich habe folgenden Kommentar gefunden: „Authentifizierungsinformationen eines Kontos verwenden — ist für das eigene Whatsapp Konto. // Als Kontoauthentifizierer fungieren: Damit ein Autologin stattfinden kann // Kontoliste verwalten — Kontoliste, um Kontakte in Whatsapp anzuzeigen, die ebenfalls Whatsapp verwenden.“
zu 4.) Ich denke nicht, dass damit Telefongespräche aufgezeichnet werden. Diese Funktion wird eher dazu genutzt, um Sprachnachrichten zu erstellen und zu versenden.
zu 5.) Warum und wie die Kontaktdaten gelesen werden, haben wir in unserem Artikel erklärt. Der Rest bezieht sich auf eventuelle Schadsoftware(!).
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Viele meiner Informationen sind aus dem Internet und nicht 100%ig. Nur WhatsApp selbst kann eine verbindliche Aussage treffen.
Anonymous schreibt:
30. April 2012 um 18:07
ganz ehrlich, komplette kontolle wird hir projeziert, geht gar nicht, wenn ich nicht möchte das mich jemand on sieht dann will ich das selber entscheiden…danke dafür das ich mensch bin…
Julia schreibt:
1. Mai 2012 um 09:31
Hallo, ich würde gern mal wissen wie es ist, wenn mich jemand bei whatsapp hinzufügt, ich aber seine nummer selbst noch nicht gespeichert habe. sieht er mich dann in seinem whatsapp aber ich ihn in meinem nicht, da ich ja seine nummer nicht abgespeichert hab oder erscheint er bei mir auch? vielen dank schonmal=)
Dr. Datenschutz schreibt:
3. Mai 2012 um 14:08
Hallo Julia,
wenn jemand deine Nummer hat, dann sieht er, dass du bei WhatsApp bist. Du kannst den “Fremden” nur sehen, wenn er in deinem Adressbuch ist. Wenn du von dem “Fremden” angeschrieben wirst, dann erscheint anstatt des Names seine Telefonnummer.
Nina schreibt:
4. Mai 2012 um 06:56
Nun hat AndroidPolice verlautbart dass WhatsApp die Chatdaten als Plaintext sendet und jedermann im gleichen WiFi (privat oder öffentlich) hat Zugriff auf die Chatdaten, Bilder und Videos die gesendet werden.
Um auf die Daten zugreifen zu können gibts mittlerweile im Android Store eine App namens WhatsAppSniffer, mit der jedermann auf die Daten zugreifen kann.
Datenschutz geht den Machern von WhatsApp am Ar… vorbei.
http://www.androidpolice.com/2012/05/02/whatsappsniffer-shames-whatsapps-plaintext-unprotected-chat-transfer-protocol-shows-off-just-how-much-can-be-sniffed/
Dr. Datenschutz schreibt:
4. Mai 2012 um 17:20
Hallo Nina,
vielen Dank für den Hinweis. Wir hatten ja zugesagt (siehe 4. Kommentar auf dieser Seite), dass wir WhatsApp nach der Verschlüsselung befragen. Nun erklärt sich auch, warum wir bisher keine Antwort bekommen haben.
Wir werden darauf im Artikel hinweisen.