Aldi-Skandal: Mitarbeiter ausspioniert!

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Nun also auch Aldi: nach Medienberichten soll Aldi Süd einen Detektiv angeheuert haben, der Details über das Privatleben und die finanzielle Situation der Mitarbeiter herausfinden sollte – unter anderem mit Hilfe von Überwachungskameras…

Kameras zur Mitarbeiterüberwachung

Dabei hat sich der Detektiv laut Spiegel verschiedenster Mittel bedient; beispielsweise wurden Kameras eingesetzt, die die Mitarbeiter bei der Arbeit überwachen sollten. Insbesondere soll es sich um Kameras gehandelt haben, die in den Umkleidekabinen der Mitarbeiter installiert wurden. Was mit den Aufnahmen geschah und ob sie darüberhinaus vielleicht sogar im Rahmen des Arbeitsverhältnisses verwendet wurden, ist (noch) nicht klar.

Anordnung aus der Führungsetage

Die Anweisung zu der Überwachung soll von den Führungskräften von Aldi Süd gekommen sein.

Laut Spiegel sagte der angeheuerte Detektiv hierzu:

„Ich hatte weiterhin den Auftrag, alle Auffälligkeiten zu melden. Also auch, wenn ein Mitarbeiter zu langsam arbeitete, ich von einem Verhältnis der Mitarbeiter untereinander erfahren habe oder ich andere Details aus dem Privatleben mitbekam, zum Beispiel im Hinblick auf die finanzielle Situation des Mitarbeiters“.

Mitarbeiterüberwachung: Nichts Neues in der Discounter-Branche

Dass Mitarbeiter überwacht werden ist in der Discounter-Branche keine Seltenheit: Im Frühjahr 2008 machte der Aldi-Konkurrent Lidl mit Mitarbeiterüberwachung in schlimmster Form Schlagzeilen. Auch hier wurden Kameras eingesetzt, um die Mitarbeiter während der Arbeit zu überwachen. Dabei ging die Bespitzelung soweit, dass sogar die Toilettengänge der Mitarbeiter notiert wurden.

Aber auch in anderen Branchen wird es mit dem Datenschutz in dieser Hinsicht manchmal nicht so genau genommen; der Textildiscounter KiK holte Informationen über die finanziellen Verhältnisse der Mitarbeiter ein, die Deutsche Bahn spähte ebenfalls ihre Mitarbeiter aus.

Videoüberwachung: nur in strengen Grenzen zulässig

Dabei ist gerade die Videoüberwachung am Arbeitsplatz ein datenschutzrechtlich besonders sensibles Thema; nur in strengen Grenzen ist es erlaubt, Kameras zu installieren und dabei Mitarbeiter oder auch Kunden zu filmen. Dabei stellt die verdeckte Videoüberwachung das letzte Mittel dar, da hier die Eingriffsintensität besonders hoch ist.

Konsequenzen müssen her!

Aldi Süd bestreitet die erhobenen Vorwürfe der Mitarbeiterüberwachung bislang. Sollte sich der Verdacht allerdings bewahrheiten, wird es für die Verantwortlichen unangenehm. Taten wie diese, in denen der Arbeitnehmerdatenschutz absolut keine Beachtung mehr findet, müssen streng geahndet werden. In der Vergangenheit hat sich dies beispielsweise am Abhör-Skandal der Deutschen Telekom gezeigt: ein Abteilungsleiter, der eine Firma mit der Auswertung von Verbindungsdaten beauftragte, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.

Eins steht auf jeden Fall fest: das Image leidet in solchen Fällen enorm – und als Kunde wird man sich jetzt beim Einkaufen häufiger mal nach einer Kamera umsehen…

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  • Gesetzeskonformer Einsatz von Videoüberwachung in Unternehmen
  • Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Vorabkontrolle
  • Anfragen der Aufsichtsbehörden, des Betriebsrats und von Mitarbeitern

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Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. Ich häte liebling Aldi leider durch neu personal kassiern bis putzen arangierte dumme leute nicht mehr Einkaufen lust mehr hab .Stuttgart Obere zigelei nivo. Gesunken bis 0

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