Apps von Edeka, Rossmann und Co. unter der Datenschutz-Lupe

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Das NDR Verbrauchermagazin „Markt“ schaute sich mithilfe von Informatikern der Universität Hamburg Einkaufs-Apps unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten genauer an. Dabei fielen insbesondere die Apps von Edeka und Rossmann negativ auf.

Wertvolle Daten für den Einzelhandel

Es ist kein Geheimnis, dass das Sammeln und Auswerten von Daten der Kunden und Interessenten von großem Wert ist. Aus Sicht der Unternehmen können gar nicht genug Fragen beantwortet werden, um die gewonnen Erkenntnisse zur Erhöhung der Verkaufszahlen zu nutzen.

Wann, wo, wie lange und zu welchem Preis hat der Kunde eingekauft? Für welche Produkte könnte er sich aufgrund seines Kaufverhaltens, der Region in der er lebt oder seines Alters interessieren? Diese und noch viele weitere Informationen, die für die Unternehmen wichtig sind, werden an geeigneten Stellen, wie bei der Nutzung von Apps oder Internetseiten eingeholt.

Thema im Wirtschaftsmagazin „Markt“

Am 11.12.2017 um 20:15 Uhr beschäftigte sich das Wirtschaftsmagazin „Markt“ auf NDR unter anderem mit Einkaufs-Apps, den Mehrwert den diese bringen sollen und welche personenbezogenen Daten bei der Nutzung erhoben werden. Die Sendung (zum Thema ab Minute 37:10) finden Sie in der NDR Mediathek unter folgendem Link:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/Markt-die-ganze-Sendung,markt11778.html

Nach der vorab erschienenen Pressemitteilung des Norddeutschen Rundfunks zu urteilen, gibt es datenschutzrechtliche Auffälligkeiten und dies gerade bei namhaften Marktketten wie Edeka, Rossmann und der Hamburger Drogeriekette „Budni“.

Die Wissenschaftler der Informatik konnten nachweisen, dass bei der Nutzung der Apps Standortdaten und Daten zum Einkaufverhalten erfasst werden. Zu Marktforschungszwecken werden die Daten sogar an Google und Facebook und andere Marktforschungsinstitute weitergegeben.

Besonders die Rossmann-App soll mit der Registrierung personenbezogene Daten wie Name, Alter erheben und diese automatisch an ein Marktforschungsunternehmen übertragen. Zumindest die bis dato noch unvollständige Datenschutzerklärung werde laut Rossmann unverzüglich aktualisiert.

Standortdaten können dafür verwendet werden, Bewegungsprofile der Nutzer zu erstellen. Die von der Edeka-App erhobenen Standortdaten sollen nach eigenen Angaben jedoch nicht dafür verwendet werden, derartige Profile der Nutzer zu erstellen. Die standortbezogenen Daten sollen nicht auf den Servern, sondern lediglich zur Anzeige in der App benutzt werden.

Datenschutzerklärungen und Einwilligungen ernst nehmen

Die Problematik an den Einkaufs-Apps ist meistens, dass die Mehrheit der Nutzer weder die Datenschutzerklärungen durchlesen, noch sich weitergehende Gedanken darüber machen, mit welchem Umfang sie mit einer Bestätigung (bspw. Häkchen setzen), in die Datenerhebung und den Umgang mit personenbezogenen Daten einwilligen.

Hier kann jedem nur der Rat erteilt werden, sich die paar Minuten Zeit zu nehmen, um sich einen Überblick über die Datenerhebung zu verschaffen. Danach kann immer noch entschieden werden, ob man die Daten preisgeben möchte oder nicht.

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