Die IFA Medienwoche – Diskussion um „digitale Werte“

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Die IFA (kurz für Internationale Funkausstellung Berlin) ist die weltweit führende Fachmesse für Unterhaltungselektronik und Elektro-Hausgeräte und findet seit 2005  jährlich statt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden aktuelle Produkte und Entwicklungen präsentiert und diskutiert. Seit 2005 veröffentlichen auch die Medienanstalten jährlich einen Bericht zum Stand der Digitalisierung Deutschlands und stellen diesen auf der IFA vor.

Aktueller Digitalisierungsbericht

Der „Digitalisierungsbericht 2012 – Von Macht und Kontrolle im digitalen Zeitalter“ wurde heute im Rahmen der Medienwoche vorgestellt. Er sagt aus, dass nunmehr 29,5 Millionen Haushalte in Deutschland mit digitalem Fernsehen versorgt sind. Letztes Jahr waren es noch 25,5 Millionen. Die Prozentquote liegt nun bei 77,8 Prozent, was insgesamt einen erheblichen Anstieg bedeutet.

Im Zusammenhang mit dem Internet wurde in dem Bericht erstmals erhoben, wie viele Haushalte über die notwendige technische Ausstattung verfügen, um darüber das Fernsehen zu nutzen. Insgesamt verfügen 16,5 Prozent der Fernsehhaushalte über ein internetfähiges Fernsehgerät, einen Bluray-Player, Spielekonsolen, Hybrid-Boxen oder Streaming-Boxen. Von diesen 16,5 Prozent bedienen sich jedoch nur ungefähr die Hälfte dieser Funktion – 9,4 Prozent.

Fernsehen vs. Internet

Bei der Eröffnung der Ausstellung kritisierte ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling die marktbeherrschenden Internetunternehmen, die „ungestraft mit quasi-monopolistischen Strukturen arbeiten“. Zum Beispiel sei es nicht hinnehmbar, dass Google faktisch ein Monopol auf die Online-Suche und damit auf die Informationsvermittlung habe, aber keinerlei Standards an Transparenz einhalte. Dies könne sich auch nachteilig auf die demokratische Willensbildung auswirken. Darüber hinaus stelle der Konzern den „Wert geistigen Eigentums“ in Frage.

Anlass für die Kritik des TV-Sender-Chefs sind Googles Pläne zu einem eigenen TV-Sender. Laut Ebeling dürfte Google (oder jeder andere große Konzern) ausschließlich „nach den gängigen TV-Regeln“ oder in einem generell anders regulierten Umfeld mit gleichen Bedingungen für alle Fernsehen machen.

Ebeling forderte daher einen „Runden Tisch“ mit Vertretern aus Politik, Verlagen, TV-Konzernen, Telekommunikationsunternehmen sowie den globalen Online-Konzernen. Dieser solle zu einem neuen Mediendialog führen und in einer „Selbstregulierung der digitalen Player“ münden.

Das Ziel wäre also: gleiche Regeln für alle. Ob das so klappt? Man kann bereits anhand von Facebook sehr gut sehen, wie sich globale Unternehmen den nationalen Gesetzen entziehen…

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