Elektronischer Personalausweis geht in die zweite Runde

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Bereits im Januar sind die Anwender- und Feldtests des elektronischen Personalausweises gestartet. Nun wird ab 1. Mai mit der Ausgabe von Berechtigungszertifikaten durch das Bundesverwaltungsamt begonnen. Diese Zertifikate werden von Dienstleistern benötigt, um auf Datenfelder im nicht-hoheitlichen Teil des Ausweises zugreifen zu können.

Die Daten, die bisher auf dem alten Ausweis abgedruckt waren, wird der neue Ausweis – wie der Name vermuten lässt – elektronisch speichern. Dies wird auf einem Ausweis-Chip (RFID) geschehen. Zusätzlich enthält er eine Biometriefunktion zur Identitätsfeststellung.

Der neue Ausweis erfüllt aber nicht nur den amtlichen Zweck, sondern man kann durch ihn auch eine rechtlich verbindliche Unterschrift – etwa im Internet – tätigen. Doch wie immer hat auch dieses Wunderwerk der Technik zwei Seiten: immer noch bestehen Zweifel an der Sicherheit des Chips. So wird unter anderem befürchtet, dass Daten im Vorbeigehen ausgelesen werden können. Theoretisch ist dies auch über mehrere Meter Entfernung mittels Lesegerät möglich. Ginge dies tatsächlich, wäre ein Identitätsdiebstahl leichter denn je.

Um diese bösen Geister zu verjagen, präsentiert OpenLimit am 27. und 28. April 2010 auf dem Verwaltungskongress “Effizienter Staat” im dbb forum in Berlin die Anwendungssoftware für den neuen Personalausweis. Die Software soll eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen dem Ausweis-Chip, dem Kartenleser, dem Rechner des Bürgers und dem eID-Server auf der Gegenseite herstellen.

Fakt ist, dass der Ausweis-Chip inklusive Biometriefunktion eine neue Angriffsfläche bietet, die besonders gut gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden muss. Fakt ist aber auch, dass man sich nur aufgrund bestehender Gefahren nicht vor der technischen Weiterentwicklung verschließen kann. Es ist also wie immer eine Frage der Schutzmechanismen, die den elektronischen Ausweis in der Beliebtheitsskala der Anwender steigen oder sinken lässt. Ob diese Schutzmechanismen bestehen und dadurch der Datenschutz tatsächlich gewährleistet wird, bleibt also vorerst abzuwarten…

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