Facebook geht offline (zum Nutzer-Tracking)

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Ein Thema schlägt derzeit in den USA ein, welche ansonsten nicht gerade bekannt für einen hohen Datenschutzstandard sind. Facebook geht offline und versucht seine Nutzer bis in Geschäftslokale zu verfolgen.

Offline-Tracking

Bislang hatte sich Facebook mehr oder weniger lediglich die Schaltung von Werbeanzeigen bezahlen lassen und Erfolg wurde an „Gefällt mir“ Markierungen und Reichweite gemessen. Dies scheint in der heutigen Zeit nicht mehr ausreichend und so wird es in Zukunft eine Vielzahl weiterer Auswerte-, bzw. Nutzerverfolgungsmöglichkeiten geben. Dies berichten gerade vor allem US-Medien. Unter anderem geht es nun Facebook darum herauszufinden, ob ein Nutzer, der zuvor aufgrund einer Anzeige „Gefällt mir“ gedrückt hat, daraufhin in einem entsprechenden Ladenlokal das Produkt gekauft hat.

Verschiedene (offline) Tracking-Verknüpfungen

Für die Werbetreibenden auf Facebook klingt das verlockend, für den Nutzer kann es zumindest bedenklich sein, da eine Verknüpfung seiner Online-Daten mit seinem Offline-Konsumweisen entsteht. Wie können nun diese beiden Welten, namentlich online und offline verknüpft werden?

  1. Der Klassiker ist die Verknüpfung der für das Facebook Login verwendeten E-Mail-Adresse mit einer solchen des Ladenlokals.
  2. Eine weitere Möglichkeit ist zudem die Verknüpfung der auf Facebook angegebenen Handynummer (z.B. zur Nutzung des Messengers) mit eben Daten des Ladenlokals.
  3. Die Ausstattung mit Beacon-Funksendern und der Verknüpfung zum Bluetooth des Mobiltelefons, welches eh durch die Facebook App und / oder den Messenger möglicherweise stets eingeloggt ist.
  4. Die Verknüpfung von Facebook Accounts mit Kundenkarten, gar Bezahldaten etc.
  5. Die Nutzung von Standortdaten des Handys.

Ist das erlaubt?

Im Sinne der Datenschutzgrundsätze sind Daten grundsätzlich beim Betroffenen direkt und für diesen erkennbar zu erheben. Ist die Nutzung von Custom Audience in Deutschland wenigstens umstritten, bekommen die Werbetreibenden angeblich leidglich anonymisierte Auswertedaten. Welche Daten von Facebook zu welchem Nutzer tatsächlich in welcher aggregierter Form erhoben werden bleibt gleichwohl eher im Unklaren.

Was kann ich tun?

Dem Nutzer von Facebook, aber auch Google und Co. kann nur geraten werden, eine besondere Vorsicht bei der Preisgabe seiner Daten an den Tag zu legen. An welcher Stelle er für welche Dienstleistung oder welches Ladenlokal seine Daten preisgibt kann letztlich nur er bestimmen, wenigstens derzeit noch.

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