Kreditkarte mit Fingerabdruckscanner – Wirklich sicherer?

daten 09
News

Nach der Touch ID bei Apple Produkten wird es in naher Zukunft auch Kreditkarten mit Fingerabdruckscannern geben. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat zusammen mit dem norwegischen Unternehmen Zwipe eine Kreditkarte mit Fingerabdruckscanner entwickelt.

Das Problem mit den PINs

Wir kennen doch alle das Problem, dass man am Bankterminal oder im Supermarkt steht und seine PIN eingeben soll anstatt nur eine Unterschrift zu leisten, um die Kartenzahlung zu bestätigen. Im Eifer des Gefechts kann es da schon mal passieren, dass man Pech hat und die PIN falsch eingibt. Neue Zahlungsmethoden sollen dieses Problem lösen.

Nachdem Apple bei seiner Keynote im September ihr neues Produkt „Apple Pay“ vorgestellt hat, ziehen jetzt führende Unternehmen nach.

Kreditkarte mit Fingerabdruckscanner

Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat sich mit dem norwegischen Unternehmen Zwipe zusammengetan hat und die sog.Zwipe MasterCard entwickelt.

Mit einem Fingerabdruckscanner, der direkt auf der Mastercard integriert ist, soll das Problem behoben und zugleich mehr Sicherheit geschaffen werden, da die Daten nur intern gespeichert werden. Statt umständlich eine PIN am Terminal eingeben zu müssen, kann man nun seine Kreditkarte, genauso wie bei Apple Pay mittels iPhone, vor das Terminal halten und die Zahlung durch seinen Fingerabdruck bestätigen.

Pilottest in Norwegen

Mastercard führte in Norwegen bereits einen Pilottest durch, der sowohl von teilnehmenden Händlern als auch von Karteninhabern als durchweg positiv empfunden wurde.

Der CEO und Gründer von Zwipe Kim Humborstad sagte: 

“Response to our pilot with Sparebanken DIN has been very positive. Cardholders love how easy the card is to use with the added security feature. We have also had exceptionally good reaction from retailers participating in the pilot. This pilot enabled the partners to gather valuable customer feedback, experience and best practice for the enrollment and deployment phase.”

Humborstadt sieht Zwipe MasterCard nicht als direkten Konkurrenten zu Apple Pay, sondern als schlichte Ergänzung.

„I think that Apple, through the biometric technology, really educated the market and opened it up for company’s like us.”

Bereits 2015 soll dieses Projekt auf einer normalen Kreditkarte von Mastercard umgesetzt werden. Zunächst sollen die neuen Kreditkarten in Großbritannien erhältlich sein. Wann sie in den anderen Ländern ausgegeben werden, ist bisher nicht bekannt.

Drum prüfe wer sich ewig bindet …

Eigentlich ist die Touch ID eine gute und einfache Lösung im technologischen Zeitalter. Aber ist ein Touch ID System wirklich sicher?

Biometrische Daten werden bereits seit vielen Jahren erfasst – sei es bei der Einreise in die USA oder auch bei einer Bankfiliale in den USA bei Abbuchung und Kontoeröffnung. Fakt ist, dass ein Fingerabdruck, wie er beim System der Zwipe MasterCard vorgesehen ist, niemals geändert werden kann und so der Nutzer gewisse Sicherheit bezüglich seiner Daten aufgibt. Klar, man erleichtert sich das Leben, da man sich keine umfangreichen und komplizierten Passwörter oder PINs mehr merken muss, aber man muss sich bewusst sein, dass man ein Stück Sicherheit aufgibt.

Bereits kurz nach der Einführung der Touch ID von Apple ist es Hackern des Chaos Computer Clubs gelungen das System zu umgehen und Sicherheitslücken aufzuzeigen. Ob solche Sicherheitslücken auch bei der Zwipe MasterCard gegeben sind, wird sich wohl erst zeigen, wenn die Kreditkarten wirklich in den Umlauf kommen und sich gewiefte Hacker mit der Problematik und dem neuen System auseinandersetzen.

Es bleibt also spannend!

Sie haben Fragen?

Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten bietet Ihrem Unternehmen zahlreiche Vorteile. Bei der Zusammenarbeit mit unseren Beratern können Sie folgendes erwarten:

  • Praxisnahe und wirtschaftsorientierte Datenschutzorganisation für Ihr Unternehmen
  • Hochqualifizierte Berater mit interdisziplinären Kompetenzen in Recht und IT
  • Klar kalkulierbare Kosten und hohe Flexibilität

Informieren Sie sich hier über unser Leistungsspektrum: Externer Datenschutzbeauftragter

3 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Soll das ein Aprilscherz sein, oder was? Kreditkarte mit Fingerabdruckscanner? Auf so eine Idee können aber auch nur profitgeile und inkompetente Produktentwickler oder die Innung der Taschenräuber kommen!

    Wann lernen diese Biometrie-Fetischisten endlich, dass ein Fingerabdruck die denkbar schlechteste Form der biometrischen Identifikation und Authentifizierung ist? Wir hinterlassen Fingerabdrücke überall! Ein normaler Alltag ist ohne Fingerabdrücke zu hinterlassen nicht vorstellbar (außer man trägt Handschuhe). Ein Fingerabdruck, also ein Passwort, das wir überall hinterlassen, was könnte sicherer sein??

    Es wurde schon oft genug bewiesen, wie leicht man Fingerabdrücke “ernten” und damit funktionstüchtige Attrappen bauen kann. Selbst die Lebenderkennung von Fingerabdruckscannern lässt sich austricksen.

    Demnächst braucht ein Krimineller nur deine Kreditkarte und den Fingerabdruck von deinem Glas. Danach gehts zum Shoppen for free! Kann bitte jemand den Verantwortlichen bei MasterCard feuern?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Die von Ihnen verfassten Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch unseren Administrator. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.