Millionenschwerer Hacker geschnappt

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Viel Geld verdienen – quasi der Traum eines jeden IT-Sicherheitsspezialisten. Stellt sich nur die Frage auf welcher Seite man letztendlich tätig wird. In Anlehnung an Star Wars, gibt es natürlich auch hier die dunkle Seite der Macht und auch den einen oder anderen Darth Vader.

Die Verhaftung

So, oder so ähnlich muss sich auch Hamza Bendelladj gefühlt haben, bis er vergangene Woche in Thailand durch das FBI verhaftet wurde. Hamza Bendelladj hatte sich für die dunkle, allerdings anscheinend auch recht einträgliche, Seite der Macht entschieden.

Der Grund

Bendelladj soll laut dem Kaspersky News Service threatpost mehr als 100 Millionen US Dollar von 127 US-Banken in den letzten 6 Jahren gestohlen haben, indem er die PCs seiner Opfer über gefälschte Finanzwebsites mit Trojanern infizierte. Zudem soll Bendelladj in Hackerkreisen erhebliches Ansehen als Betreiber des ZeuS-Botnets genießen.

Das Fazit

Die Dunkle Seite der Macht ist der Pfad zu mannigfaltigen Fähigkeiten, welche manche von uns für unnatürlich halten.

— Darth Sidious zu Anakin Skywalker —

Schaut man sich den einen oder anderen Hacker so an, so dürfte das o.g. Filmzitat auch aus Sicht eines Normalsterblichen gelten, wenn dieser einen Blick auf die Fähigkeiten eines Hackers erhascht. Da wundert es nicht, dass begabte IT-Sicherheitsspezialisten auch bei Unternehmen finanziell hoch im Kurs stehen, Talente zieht es halt meistens auch zum Geld.

Im vorliegenden Fall sind (steuerfreie) 16,7 Millionen US-Dollar Durchschnittseinkommen pro Jahr allerdings in der Tat eine beträchtliche Summe, welche auch als gut bezahlter IT-Sicherheitsspezialist im Angestelltenverhältnis eher schwer zu erreichen sein dürfte.

Auf der anderen Seite droht einem dafür auch keine Cybercrime-Verurteilung in den USA. Nach den (Horror-) Geschichten über Guantanamo vielleicht auch nicht so schlecht, wer weiß schon was einen als quasi (beinahe) Cyberterrorist da am Ende (womöglich nach einem Prozess vor irgendeinem Hillbilly-Gericht in Texas) als Strafe erwartet.

Auf die Frage was er mit dem Geld gemacht habe, soll Bendelladj geantwortet haben, er habe das Geld für Reisen erster Klasse und ein luxuriöses Leben verwendet. Schaut man sich die Bilder von Hamza Bendelladj nach der Festnahme an, so scheint dies zumindest für ein gewisses Bacardi-Feeling gesorgt zu haben. Na immerhin!

EU eröffnet Cybercrime-Zentrum

In diesen Kontext passt auch die Nachricht ganz gut, wonach EU-Kommissarin Cecilia Malmström am letzten Freitag das Europäische Cybercrime-Zentrum in Den Haag eröffnet hat. Der Tätigkeitsschwerpunkt soll in der Aufklärung von bandenmäßigen Betrug, Cyber-Einbrüche und sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet liegen.

Die Behörde besteht zunächst aus 30 Personen und soll im Laufe des Jahres um weitere 40 Personen erhöht werden. Das Budget beläuft sich auf rund 7 Millionen Euro, verglichen mit den ergaunerten Summen von Bendelladj wirkt dies eher etwas mickrig.

Jemand der sich zwar nicht zwingend mit Darth Vader, dafür aber mit IT-Sicherheit und Datenschutz auskennt, ist ihr betrieblicher Datenschutzbeauftragter.

Apropos: Hat Ihr Unternehmen eigentlich einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten?

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2 Kommentare zu diesem Beitrag

    • Unsinn. Hacker gibt’s gute sowie böse. Cracker würde ich als Begriff eher für die Leute reservieren, die kostenpflichtige Software gratis nutzbar machen, indem sie die Sicherheitsmechanismen entfernen. Die Software also cracken. Lg

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