PRISM: Erschreckendes Ausmaß der Überwachung

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Die erschreckenden Nachrichten rund um den Überwachungsskandal der NSA wollen nicht aufhören.

Nach SPIEGEL-Informationen wird Deutschland wesentlich umfangreicher überwacht, als bisher angenommen.

Die NSA ist in Deutschland so aktiv wie in keinem anderen Land der EU.

500 Millionen Verbindungen jeden Monat

Das Ausmaß der amerikanischen Überwachung in der Bundesrepublik Deutschland ist erschreckend. Geheime Dokumente der NSA offenbaren, dass der Geheimdienst der USA systematisch einen Großteil der Telefon- und Internetverbindungsdaten kontrolliert und speichert. Ca. 500 Millionen Verbindungen, darunter Telefonate, E-Mails, Chatbeiträge und SMS, werden jeden Monat überwacht. Damit wird Deutschland ähnlich stark überwacht, wie China oder Irak.

Auch EU wird gezielt ausgespäht

Nach weiteren SPIEGEL-Informationen hat die NSA in der diplomatischen EU-Vertretung in Washington Wanzen installiert sowie das interne Computernetzwerk infiltriert. Auf diese Weise schaffen die Amerikaner nicht nur Zugang zu den Besprechungen in den Räumen der EU, sondern können auch die interne Kommunikation auf den Computern überwachen.

Noch weitere Länder betroffen

Als ob das noch nicht genug wäre stellte sich heraus, dass noch weitere europäische Botschaften durch die NSA ausgespäht werden. So sind die diplomatischen Vertretungen von Frankreich, Italien und Griechenland in Washington von den Überwachungsmaßnahmen betroffen. Insgesamt werden in den NSA-Dokumenten 38 Länder genannt, die alle Objekte der gezielten Überwachung sind.

Aufklärung durch US-Regierung

Nun verspricht der oberste Chef der US-Geheimdienste, James Clapper, der EU die Aufklärung im Überwachungsskandal. So heißt es in der Erklärung:

Die US-Regierung wird der Europäischen Union angemessen über unsere diplomatischen Kanäle antworten.

Während wir grundsätzlich bestimmte, mutmaßliche Geheimdienstaktivitäten nicht öffentlich kommentieren, haben wir klar gemacht, dass die USA ausländische Geheimdienstinformationen in der Weise sammeln, wie es alle Nationen tun.

Im Klartext – eine öffentliche Aufklärung wird es wohl nie geben. Und das, obwohl der US-Geheimdienst 500 Millionen Verbidnungen in Deutschland überwacht, die diplomatische Vertretung der EU mit Wanzen versieht sowie das interne Computernetz infiltriert.

Geht’s noch!?

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. Ist doch alles in Ordnung. Wenn Deutschland in der Schweiz Straftaten gegen den Datenschutz in Auftrag geben darf, warum sollten die USA das dann nicht in Deutschland dürfen?

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