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Deepface: Neue Software zur Gesichtserkennung bei Facebook

Es gibt wieder einmal Neuigkeiten von Facebook. Diesmal geht es um eine Software zur Gesichtserkennung, die geradezu unglaubliche Ergebnisse liefert. In Test erreicht das System beinahe die gleiche Quote der Wiedererkennung von Gesichtern wie ein Mensch.

Ergebnis der Investition in Face.com

Die neue Software wurde maßgeblich von den Entwicklern erstellt, die Facebook im Sommer 2012 bei der Übernahme des israelischen Start-Ups Face.com ins Boot geholt hatte. Die Entwickler wollen ihre Software im Sommer auf einer Messe einem bereiten Fachpublikum vorstellen und dabei die bahnbrechenden Neuerungen erläutern.

Was ist neu?

Die Software schafft es, unabhängig von der Position des Gesichtes auf einem Foto, ein 3D-Modell als Referenz zu erstellen und dieses mit Hilfe eines neuronalen Netzwerkes mit bestehenden Informationen abzugleichen.

Der Einsatz dieses neuronalen Netzwerkes in Form des sog. „Deep Learning“ ermöglicht das Erkennen von Mustern in großen Datenmengen und trägt so zu der hohen Erkennungsrate bei.

Erstaunlich ist vor allem die hohe Erfolgsquote in der Wiedererkennung. Menschen schaffen durchschnittlich in 97,53 % der Fälle einen Treffer, DeepFace lag in 97,25 % der Fälle richtig. Das stellt eine Verbesserung um ca. 25 % zu den bisher eingesetzten Verfahren dar.

Auswirkungen auf den Datenschutz

Technologisch stellt die bisher noch in der Entwicklung befindliche Software einen Quantensprung dar. Aus Datenschutzsicht wächst dabei jedoch das flaue Gefühl im Bauch. Man muss ganz klar die Frage stellen, ob nicht damit das Ende der Anonymität ein gewaltiges Stück näher kommt.

Und interessant ist auch die Frage, was wohl die 4.000 Personen dazu sagen, deren vier Millionen Nutzerfotos für die Tests der Software verwendet wurden.

Wahrscheinlich ergibt sich deren Einwilligung aus den Facebook AGB. Das ist wahrscheinlich jedes Mal so. Und wenn sie nicht widersprochen haben, sind sie ja irgendwie auch selber schuld. Das ist dann ähnlich wie bei „Per Anhalter durch die Galaxis“:

„Hier spricht Prostetnik Vogon Jeltz vom Galaktischen Hyperraum-Planungsrat. Wie Ihnen zweifellos bekannt sein wird, sehen die Pläne zur Entwicklung der Außenregionen der Galaxis den Bau einer Hyperraum-Expressroute durch Ihr Sternensystem vor, und bedauerlicherweise ist Ihr Planet einer von denen, die gesprengt werden müssen. Das Ganze wird nur etwas weniger als zwei ihrer Erdenminuten in Anspruch nehmen.

Es gibt überhaupt keinen Grund, dermaßen überrascht zu tun. Alle Planungsentwürfe und Zerstörungsanweisungen haben fünfzig ihrer Erdenjahre lang in Ihrem zuständigen Planungsamt auf Alpha Centauri ausgelegen. Sie hatten also viel Zeit, formelle Beschwerde einzulegen, aber jetzt ist es viel zu spät, so ein Gewese darum zu machen.

Was soll das heißen, Sie sind niemals auf Alpha Centauri gewesen? Ja du meine Güte, ihr Erdlinge, das ist doch nur vier Lichtjahre von hier. Tut mir leid, aber wenn Sie sich nicht einmal um Ihre ureigensten Angelegenheiten kümmern, ist das wirklich nicht mein Problem.“

Porno-Pranger mal ganz anders

Es ist ganz einfach: Ein Foto von Facebook, Instagram oder einer anderen Webseite hochladen und auf „Suche“ tippen und schwupps, weiß man genau, welchem Pornodarsteller (oder -darstellerin) die Person auf dem Foto ähnelt. Die Pornoindustrie ist also technisch mal wieder ganz vorne dabei… Weiterlesen

Facedeals: Kamera erkennt Kunden, wenn sie ein Geschäft betreten

Die US-Marketingagentur Red Pepper hat mit „Facedeals“ ein System entwickelt, mit dem Kunden durch den Einsatz einer Kamera schon bei Betreten eines Geschäfts erkannt werden können.

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Facebook und Microsoft: Neues zur Gesichtserkennung

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Neues gibt es auch von Microsoft zu vermelden, der Branchenriese hat ein Verfahren entwickelt, um aus den Gesichtern von Menschen deren Gefühle abzuleiten. Die zugrunde liegende Software nutzt diese Erkenntnisse dann, um maßgeschneiderte Werbung anzubieten. Weiterlesen

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Facebook Gesichtserkennung: Datenschutz erneut unwichtig

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Bedenklich ist jedoch, dass Facebook in freudiger Regelmäßgkeit mit Ideen aufwartet, welche dem bisherigen Negativ-Image immer wieder eins drauf setzt. Weiterlesen