Tag: Nutzerdaten

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Nutzerdaten gestohlen?! Was im Ernstfall zu tun ist

Beinahe wöchentlich erreichen uns Meldungen über entwendete Nutzerdaten. Jüngst enthüllten Forensiker, dass letztes Jahr 32 Millionen weitere Yahoo Accounts kompromittiert wurden und im Darknet tauchten die Daten von 950.000 Besuchern des Musikfestivals Coachella auf. Eine gute Gelegenheit sich einmal anzuschauen, wie man überprüft, ob die eigenen Daten gestohlen wurden und welche Maßnahmen man als Betroffener ergreifen sollte. Weiterlesen

Klarmachen zum Ändern? – Speicherung von IP-Adressen vor dem BGH

Seit Jahren streitet der schleswig-holsteinische Abgeordnete der Piratenpartei Patrick Breyer dafür, dass seine IP-Adresse bei der Nutzung von Webseiten der Bundesministerien nicht gespeichert wird. Getreu seinem Motto „Klarmachen zum Ändern“ möchte er Internetgeschichte schreiben und endlich anonym surfen. Heute begann die mit Spannung erwartete Fortsetzung des Rechtsstreits vor dem BGH. Weiterlesen

Your Social Media Fingerprint – Website zeigt aktive Logins

Über den Tag verteilt melden wir uns bei einer Vielzahl von Diensten und Plattformen an. Viele dieser Dienste verfolgen das Nutzerverhalten bei aktivem Login seiten- oder sogar geräteübergreifend und sammeln dabei eine große Menge persönlicher Daten. Die Website Your Social Media Fingerprint überprüft, auf welcher Seite man gerade angemeldet ist und trägt auf diese Weise zum Schutz der eigenen Daten im Internet bei. Weiterlesen

WhatsApp und Facebook – weltweit im Fokus der Aufsichtsbehörden

Durch die zwei Jahre zurück liegende Übernahme von WhatsApp durch Facebook und die erst vor kurzem geänderten Nutzungsbedingungen des Messenger-Dienstes sind viele Nutzer verunsichert. Es ist weiterhin nicht klar, in welchem Umfang und auf Basis welcher Rechtsgrundlage Daten von WhatsApp an Facebook weitergegeben werden. Dies ruft nun die Datenschutzaufsichtsbehörden auf den Plan. Weiterlesen

Die Top 7 Datenschutz-Add-Ons für Firefox

Cookies, Scripte und andere Trackingmethoden ermöglichen eine nahezu lückenlose Verfolgung von Internetnutzern. Vielerorts erfolgt dieses Tracking automatisch im Hintergrund, vom Nutzer unbemerkt und ohne dessen Einwilligung. Wir möchten daher verschiedene kostenlose Browser-Add-Ons für Firefox vorstellen, die solche Trackingmaßnahmen transparent machen und einschränken bzw. verhindern können. Weiterlesen

WhatsApp und Facebook – Was passiert mit den Daten?

Eine Übernahme von 19 Milliarden Dollar in den USA: Das klingt erst mal so, als ob ein Industriegigant oder Großkonzern aufgekauft wurde. Tatsächlich geht aber um eine Internet-Klitsche mit etwas über 50 Mitarbeitern, die in den fünf Jahren seit ihrer Gründung nur eine einzige App entwickelt hat. Wir gehen der Frage nach, warum sich das Geschäft für Facebook dennoch lohnen könnte und was das mit den Nutzerdaten von WhatsApp zu tun hat.

Zahlen sind relativ

Von den 19 Mrd. Dollar (14 Mrd. Euro) werden nur 4 Milliarden bar überwiesen. Der Rest wird in Facebook-Aktien und Bezugsrechten ausgezahlt. Insofern ist es keine reine Übernahme, sondern eine Fusion: Die bisherigen Whatsapp-Anteilseigner werden nach der Transaktion knapp 8 Prozent an Facebook halten. Daher zieht WhatsApp-Mitgründer Jan Koum in den Verwaltungsrat von Facebook ein.

Den Erzrivalen ins Boot geholt

Der Kurznachrichtendienst WhatsApp hat gut 450 Millionen Nutzern und wächst rasant. Alleine in Deutschland nutzten zuletzt 30 Millionen Menschen den Dienst. Weltweit komme täglich mehr als eine Million Nutzer hinzu, sagte laut der Zeit Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Facebook ist mit 1,2 Milliarden Nutzer zwar deutlich größer, wächst aber nicht mehr so schnell. Vor allem Jugendliche bevorzugen WhatsApp, um sich mit Freunden auszutauschen. Und dieser Austausch geschieht über mobile Anwendungen, für die Facebook bislang noch kein überzeugendes Konzept gefunden hat, um mit den Konkurrenten WhatsApp oder etwa Google mithalten zu können. Die Facebook App Home z.B. war ein riesen Flop, wie unter anderem Chip Online schon vor geraumer Zeit berichtete, kaum jemand hat die Benutzeroberfläche von Facebook auf sein Mobiltelefon heruntergeladen.

Aus Sicht der Börsianer rechtfertigen diese Gründe übrigens den Übernahmepreis nicht. An der Wall Street gab der Facebook-Kurs nach Bekanntwerden des Deals erst einmal nach, meldete die Frankfurter Allgemeine. Das Geschäft ist auch noch nicht unter Dach und Fach, denn die Genehmigung des US-Kartellamts steht noch aus.

Was passiert mit den Daten der WhatsApp-Nutzer?

In den Datenschutz-Richtlinien behält sich WhatsApp ausdrücklich vor, die Nutzerdaten an einen neuen Mutterkonzern weiterzugeben.

Offiziell bestehen diese Daten ausschließlich aus der Telefonnummer des Nutzers. Wie wir in unserem jüngsten Update zum Datenschutz bei WhatsApp berichtet haben, werden aber auch Sprachnachrichten, Fotos und Bewegungsdaten des Nutzers übertragen werden, wie in den Datenschutz-Richtlinien im Übrigen auch vorgesehen ist. Bei iPhones kann immerhin verhindert werden, dass auch die Adressbücher ausgelesen werden, bei Android ist das nicht möglich.

Durch einen Abgleich von Kontaktdaten lassen sich der Telefonnummer des Nutzers ohne weiteres alle weiteren Informationen wie Name und Wohnort zuordnen. Technisch möglich war das schon immer, denn WhatsApp-Nachrichten sind zwar teilweise verschlüsselt, doch die Schlüssel hat WhatsApp selbst. Wahrscheinlich fehlten WhatsApp bislang vor allem die Kapazitäten, um die Nutzerdaten auszuwerten. Nach dem Zusammenschluss mit Facebook dürfte sich das ändern.

Es ist wohl weltfremd, anzunehmen, dass Facebook nicht früher oder später einen Weg findet, WhatsApp mit der eigenen großen Facebook-Plattform zu verzahnen, ohne die Nutzer abzuschrecken. Das vermutet auch Patrick Beuth von der Zeit und der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen.

Der enorme Kaufpreis muss sich nämlich rentieren. Wenn bei WhatsApp wie angekündigt alles beim Alten bleibt, dürften Mehreinnahmen durch höhere Gebühren oder Werbung jedenfalls nicht zu erwarten sein.

Kein Auslesen von Kontaktdaten mehr?

Der oberste Hamburger Datenschützer Johannes Caspar kann dem Zusammenschluss der Internet-Giganten aber auch etwas Positives abgewinnen.

Die Nutzungsbedingungen von Facebook enthalten durchaus auch einige Regelungen zum Datenschutz, denen sich auch WhatsApp öffnen müsse. WhatsApp wäre demnach gehalten, eine Datenschutz-Richtlinie in deutscher Sprache zu veröffentlichen und nur noch Nutzer ab 16 Jahren zuzulassen. Wie er der Frankfurter Allgemeinen mitteilte, könnte es auch eine Änderung beim Auslesen der Adressbücher gegeben. Eine ähnliche Debatte habe es auch bei Facebook gegeben. Dort sei jedoch eine Lösung gefunden worden.

Was können WhatsApp-Nutzer tun?

Wer weniger Vertrauen als der Hamburgische Datenschutzbeauftragte hat, kann seinen Account immer noch abmelden. Ob die zu diesem Account gespeicherten Daten in diesem Zuge gelöscht werden, ist allerdings mehr als fraglich.

Eine sichere Alternative zu WhatsApp ist zum Beispiel Threema. Heise-Online meldet, dass ein wahrer Run auf die App gestartet ist, nach dem die Übernahme von WhatsApp bekannt wurde. Warum Threema sicherer ist, kann man ebenfalls bei Heise nachlesen …

Stiftung Warentest: Mängel im Datenschutz bei Musikstreaming-Diensten

Die Stiftung Warentest hat deutschsprachige Musikstreaming-Dienste unter die Lupe genommen und präsentiert in der aktuellen Juli-Ausgabe ihre Ergebnisse. Kriterien für die Bewertung waren neben der Hörqualität, dem Musikrepertoire und der Benutzerfreundlichkeit insbesondere der Datenschutz. Gerade bei der Nutzung der Dienste über mobile Apps soll es in puncto Datenschutz größere Mängel geben. Weiterlesen