Tag: Scoring

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Sozialpunktesystem in China: Eine Welt ohne Datenschutz?

Sozialpunktesystem, Sozialkreditsystem, Social Scoring – das Programm trägt viele Namen, welches in China bis 2020 für jeden Bürger eingeführt werden soll. Das Prinzip dahinter ist eigentlich recht simpel. Der Staat sammelt alle möglichen Daten über seine Bürger und errechnet daraus einen Punktestand. Tut man etwas Gutes, dann steigt der Wert, tut man dagegen etwas Schlechtes, dann sinkt er. Doch wer entscheidet, ob etwas gut oder schlecht ist und vor allem wie? Weiterlesen

Künstliche Intelligenz (KI), Algorithmen und die DSGVO

Das Thema künstliche Intelligenz (KI) ist nicht erst seit dem letzten Digitalgipfel ein Dauerbrenner in der politischen, gesellschaftlichen und auch rechtlichen Diskussion. Ziel ist meist, dass ein Computer durch Algorithmen, die ein „intelligentes Verhalten“ imitieren, für ein Problem eine Lösung findet. Neben den enormen Potentialen gibt es auch große Risiken und die gilt es auch durch rechtliche Rahmenbedingungen zumindest so weit wie möglich zu begrenzen. Kann die DSGVO hier einen Beitrag leisten? Weiterlesen

Social Credibility System: Gläserner Bürger in China bald Realität?

Sie kennen das sicherlich: Die Handlung mancher Bücher ist so phantastisch, dass man sich nicht vorstellen kann, dass der Inhalt zu Realität wird. Dann gibt es Bücher, die ebenfalls phantastisch wirken, bei denen man nicht ausschließen will, dass Science-Fiction zur Realität wird. Man geht aber davon aus, dass es jedenfalls noch dauern wird. So erging es mir beim Lesen des Buchs: „Zero – Sie wissen, was Du tust“ von Marc Elsberg. Nun stelle ich aber fest, dass Elsberg`s Fiktion möglicherweise doch viel schneller zu Realität wird als vermutet, denn China plant offenbar für alle seine Bürger die Einführung eines Social Credibility Systems. Weiterlesen

Warum kann die Deutsche Bahn keinen Datenschutz?

Bei der Bahn gilt Datenschutz als ein „kundenorientiertes Qualitätsmerkmal“. Dennoch ermöglicht das Unternehmen nach SWR-Berichten einer umstrittenen Auskunftei die Verarbeitung von sensiblen Daten ihrer Kunden. Die Deutsche Bahn gibt im Zuge der sog. Fahrpreisnacherhebung Kundendaten, E-Mails, Telefonanrufe und auch Briefe an die Arvato Infoscore GmbH in Baden-Baden weiter, eine Tochtergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns. Weiterlesen

E-Commerce: Bonitäts-Check trotz Vorkasse

Online-Händler übermitteln Daten an Auskunfteien, um Informationen über die Bonität ihrer Kunden zu erlangen. Das ist dann einleuchtend, wenn der Kunde die Ware auf Rechnung bestellt oder der Händler auf andere Weise in Vorleistung tritt. Teilweise wird die Bonität des Kunden jedoch auch dann abgefragt, wenn der Händler keinerlei kreditorisches Risiko trägt, beispielsweise weil der Kunde per Vorkasse bezahlt. Weiterlesen

Grüne fordern mehr Transparenz und Schutz beim Scoring

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen haben einen neuen Gesetzesentwurf zum Scoring-Verfahren nach dem Bundesdatenschutzgesetz vorgelegt. Ziel ist es, die Rechte der Verbraucher zu stärken, indem das Betreiben von Scoring-Verfahren unter stärkere Bedingungen gestellt wird und den Betroffenen zusätzlich mehr Überblick über die zu ihm gespeicherten Daten verschafft werden soll. Weiterlesen

Recht auf Auskunft beim Scoring: BGH entscheidet 2014 über Umfang der Auskunftspflicht

Die im September diesen Jahres ins Leben gerufene Fachzeitschrift „Privacy in Germany“ (PinG) berichtete heute in ihrem Blog über eine interessante Pressemitteilung des BGH zum Auskunftsanspruch beim Scoring.

Danach wird der BGH sich Ende Januar mit der Frage beschäftigen, wie detailliert eine Wirtschaftsauskunftei Auskunft über errechnete Scoring-Werte geben muss. Weiterlesen

Data-Mining: „Apple-Nutzer zahlen mehr für Hotelzimmer“

Mit der Schlagzeile „Apple-Nutzer zahlen mehr für Hotelzimmer“ überraschte uns Spiegel Online in dieser Woche. Sollte der bei einer Online-Buchung verwendete Computer tatsächlich die Höhe des Reisepreises bestimmen?

So weit geht es dann doch nicht, hier hat sich das Magazin bei der doppeldeutigen Überschrift wieder mal selbst übertroffen. Datenschutzrechtlich interessant ist das Ganze dennoch, ein Verfahren zum Data-Mining bildet nämlich die Grundlage des Artikels. Weiterlesen

Interview mit Thilo Weichert: Jahresrückblick 2011 und Ausblick auf das Jahr 2012

Kurz vor Jahresende gab der 2011 vor allem mit seinem Kampf gegen das größte soziale Netzwerk Facebook in Erscheinung getretene Datenschützer Thilo Weichert, seit 2004 Datenschutzbeauftragter für Schleswig-Holstein und Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), der taz noch mit einem persönlichen Interview die Ehre. Weichert äußert sich im Gespräch vor allem zu seinem großen Thema im Jahr 2011 „Facebook und der Datenschutz“. Weiterlesen

Datenschutz – Jahresrückblick 2010 – Teil 1

Liebe Leser,

ein ereignisreiches Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu und wir wollen gemeinsam mit Ihnen das Jahr Revue passieren lassen. Wir hoffen, Ihnen das Thema Datenschutz mit all seinen Facetten näher gebracht zu haben, ohne aktuelle Entwicklungen und Ereignisse aus den Augen verloren zu haben.

Was hat uns und die Öffentlichkeit bewegt? Nach 221 Beiträgen blicken wir nun zurück…. Weiterlesen

Kennen Sie Ihren SCHUFA-Wert?

Die Score-Werte der SCHUFA liegen irgendwo zwischen 1 und 1000. Dieser Wert soll statistisch fundiert beziffern, wie hoch die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites ist. Je niedriger der Wert, desto höher die Ausfallwahrscheinlichkeit. Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es verschiedene Arten von Scoring-Werten, je nachdem, ob man einen Autokredit beantragt oder einen Mobilfunkvertrag abschließt. Hört sich in der Theorie noch ganz gut an. Weiterlesen