Überwachung am Arbeitsplatz: Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer

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Fachbeitrag

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben nicht immer die gleichen Interessen. Gerade wenn es um die Arbeitszeit und um das geht, was am Arbeitsplatz so passiert, prallen die entgegenstehenden Interessen oft aufeinander.

Während der Arbeitgeber sich so viel Information über das Verhalten seiner Mitarbeiter wünscht wie möglich, will der Arbeitnehmer vor allem eins: einen Arbeitsplatz, an dem er nicht das Gefühl hat, ständig überwacht zu werden.Dieser Artikel ist Teil unserer Seite zum Arbeitnehmerdatenschutz. Dort finden Sie weitere Informationen zu den Themen Telefon, E-Mail, Internetnutzung, GPS, Mitarbeiterfotos, Social Network, Videoüberwachung und Arbeitszeiterfassung.

Interessen des Arbeitgebers

Auf der einen Seite steht der Arbeitgeber: er will wissen, was seine Mitarbeiter so machen – und das am besten nicht nur sporadisch, sondern so viel und oft es geht. Hat er seinen Mitarbeitern eine Privatnutzung von Telefon und E-Mail nicht erlaubt, wird er dafür seine Gründe haben. Klar ist auch, dass er wissen möchte, was in seinem Unternehmen so passiert – schließlich bezahlt er ja auch für die Leistung, die der Arbeitnehmer erbringen soll.

So kann es sein, dass der Arbeitgeber den einen oder anderen Mitarbeiter seit Wochen und Monaten fürs Nichtstun bezahlt. Es kann aber auch sein, dass er die besten Mitarbeiter der Welt hat. Und was kann er tun, um zu überprüfen, was sie machen, ohne ihre Privatsphäre zu verletzen? Und wieso eigentlich Privatsphäre? Immerhin arbeiten sie für ihn, gehört denn das wirklich noch zu ihrer Privatsphäre?

Interessen des Arbeitnehmers

Für den Arbeitnehmer stellt sich auf der anderen Seite die Frage, ob er nicht immer noch als Privatperson zu betrachten ist – auch, wenn er sich am Arbeitsplatz befindet. Gelten denn hier nicht die gleichen Regeln wie auch sonst? Gerade wenn man schon lange in einem Betrieb arbeitet, möchte der Arbeitnehmer ein bestimmtes Vertrauen entgegengebracht bekommen.

Außerdem verbringt er immerhin die meiste Zeit seines Lebens am Arbeitsplatz – kann man da nicht erwarten, dass man ab und zu auch mal eine private E-Mail schreiben darf oder seinen Lebenspartner anruft, wenn man mal Überstunden machen muss? Und sollte es nicht selbstverständlich sein, dass man nicht ständig das Gefühl haben muss, dass man überwacht und „ausspioniert“ wird?

Viele Arbeitgeber sind dazu übergegangen, ihre Mitarbeiter in einem bestimmten Umfang zu „überwachen“. Dies reicht von einer Auswertung der Telefondaten bis hin zu einem „Mithören“ bei Gesprächen und einer Kameraüberwachung der Mitarbeiter.

Und die Lösung?

Für beide Seiten stellt sich die Frage: Darf der Arbeitgeber das?
Die Antwort ist ein klares „Jein“…

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  • Datenschutzkonformer Umgang mit Beschäftigtendaten
  • Fragen zum Bewerbungsverfahren, zur Videoüberwachung oder zum Outsourcing
  • Erstellung von erforderlichen Dokumenten, insbesondere Betriebsvereinbarungen

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