Warnung vor Handyortung

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Dass Datenschutz uns alle etwas angeht, zeigt die neuste Warnung des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar: Er warnt vor der Ortung von Mobiltelefonen. Laut Heise.de sagte Schaar

„dass bei der großen Zahl der Nutzer von Ortungssystemen nicht ausgeschlossen werden könne, dass auch Menschen geortet würden, die weder davon wissen, noch damit einverstanden wären. Diese heimliche Ortung muss gesetzlich und technisch soweit wie möglich unterbunden werden.”

Die technischen Möglichkeiten, die die neuen mobilen Geräte mittlerweile in sich vereinen, können einen genauen Standort liefern, an dem sich der jeweilige Nutzer gerade aufhält. Dahinter stehen technische Raffinessen wie die Funkzelle im Mobilfunknetz, GPS und die Auswertung von Informationen über WLAN.

Allein die Möglichkeit der Ortung beinhaltet schon weit reichende Gefährdungen der Persönlichkeitsrechte, da eine rund-um-die-Uhr-Überwachung einzelner Personen möglich ist. Zum Schutze der Teilnehmer schreibt das Telekommunikationsgesetz deshalb auch vor, dass Standortdaten nur dann verarbeitet werden dürfen, wenn sie anonymisiert worden sind oder der Teilnehmer in die Verarbeitung eingewilligt hat. Verarbeiten umfasst unter anderem das Übermitteln. Also müsste eigentlich vor jeder vollständigen Preisgabe von Standortdaten eine Einwilligung des jeweiligen Teilnehmers eingeholt werden. Dies wird in der Praxis aber scheinbar nicht ganz so konsequent gehandhabt: Laut Aussage von Schaar

„akzeptiere die Bundesnetzagentur, dass die Einwilligungserklärungen an die Ortungsdienste gehen, die nicht wüssten, wem das zu ortende Handy wirklich gehört.“

So könne auf einfachste Weise unter falschem Namen ein fremdes Handy geortet werden. Doch nicht nur im privaten Bereich wirft diese Möglichkeit große Probleme auf. Auch die lückenlose Überwachung von Arbeitgebern wird durch diese neuen Techniken kinderleicht gemacht.

Fest steht: Die Vorgehensweise ist sowohl im privaten als auch im dienstlichen Bereich unzulässig. Da kann es nur helfen, jedem Einzelnen ins Bewusstsein zu rufen, dass man selbst auch nicht auf Schritt und Tritt beobachtet werden will und unser aller Bewusstsein für den Schutz der Privatsphäre erneut zu sensibilisieren.

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