Werbenetzwerke umgehen Apples Datenschutz-Bestimmungen

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Um iPhones gezielt ansprechen zu können, nutzen mobile Werbenetzwerke neue Techniken um Apples Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Dazu nutzen Ad-Tracker, die Anzeigen innerhalb mobiler Applikationen schalten, neuartige Tracking Systeme, die Informationen wie Aufenthaltsort und Nutzerverhalten innerhalb der Applikation speichern.

Zum Hintergrund

Ad-Tracker schalten über Applikationen der Nutzer in mobilen Endgeräten im Auftrag von Kunden Werbung. Apple hatte seine UDID-Anwendung (Unique Device Identity) vor einiger Zeit stark eingeschränkt um den Datenschutzanforderungen der Nutzer gerecht zu werden.

Mit der Funktion „uniqueIdentifier“ war es möglich, die eindeutige Gerätenummer von iOS-Geräten exakt und App-übergreifend auszulesen. Nach Änderung von Apples Policy suchen Entwickler und Werbenetzwerke nach Alternativen, um das weggebrochene Geschäft aufzufangen.

Alternativen

Wie das WallStreetJournal und Techcrunch berichten, haben sich nun offenbar zwei Methoden etabliert, um Apples Policy zu umgehen:

Eine basiert auf dem Auslesen der Open Device Identification Number (ODIN); eine andere Methode nutzt über die OpenUDID die Geräte eigenen Copy-und-Paste-Funktion. Dazu wird jede werberelevante Nutzung der Applikation in die Zwischenablage eines iOS-Geräts gespeichert und kann anschließend ausgelesen werden.

„It’s a strategy that’s roughly analogous to the way you might copy something from one application like Microsoft Word and paste it in PowerPoint“,

so Techcrunch.

Reaktion und Ausblick

Der Umsatz für Mobile Werbung ist mit erwarteten 2,6 Mrd. USD für das Jahr 2012 im Vergleich zu den nahezu 40 Mrd. USD im gesamten OnlineMarketinggeschäft zwar gering. Umso größer ist aber das Entwicklungspotential und das Bestreben der Werbewirtschaft, im Mobile-Geschäft nachweisbar relevante Werbung zu platzieren.

Ob sich die Modelle durchsetzen können, bleibt abzuwarten. Apple selbst hat sich zu den neuen Entwicklungen noch nicht geäußert. Solange Apple nicht ein generelles Auswertungsverbot der Nutzerdaten proklamiert, wird die Branche immer nach neuen technischen Möglichkeiten suchen, um die wertvollen Nutzerdaten auszulesen und zu nutzen.

Klar ist aber auch, dass ohne Rückfanzierung über Werbung viele Apps nicht kostenlos oder nicht zu den gehandelten Preisen angeboten werden können.

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