Zerstörung der SIM-Karte allein nicht ausreichend

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Fachbeitrag

In der letzten Woche berichteten wir über eine Studie, veranlasst von CPP, die belegt, dass gebraucht gekaufte Handys häufig noch persönliche Daten des Vorbesitzers enthalten.

Hier wurde unter anderem Jason Hart, Vizepräsident von CryptoCard, mit folgenden Worten zitiert:

„Der sicherste Weg, Daten vom Handy oder der SIM-Karte zu löschen ist, die SIM-Karte zu zerstören.“

Zerstörung der SIM-Karte keine Lösung

Die Zerstörung der SIM-Karte ist  jedoch keine ausreichende Möglichkeit, Handys wirklich davor zu schützen, dass sie bei einem etwaigen Weiterverkauf an Dritte keine persönlichen Daten mehr enthalten. Die SIM-Karte selbst enthalte nur wenige persönliche Daten. Viel mehr Daten seien auf externen Speicherkarten enthalten; diese können von den Nutzern herausgenommen werden und auf einem PC sicher gelöscht werden, so Stefan Blohm, Berater und Coach für Unternehmer.

Persönliche Daten auf internem Speicher

Das Gefährlichste sei aber der interne Speicher des Handys. Dort können viele persönliche Daten gespeichert sein, ohne dass sie manuell gelöscht werden können. Der Handy-Nutzer weiß von diesem weiteren Speicherplatz meist nichts.

Die Hersteller von Mobiltelefonen selbst bieten ihren Kunden bisher kaum Möglichkeiten an, persönliche Daten vor einer Weitergabe ihres Gerätes an Dritte sicher zu löschen. Es gibt aber andere Lösungsansätze, wie zum Beispiel der Ansatz der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, die direkt bei dem internen Speicher ansetzen und auf diesem die persönlichen Daten vollständig entfernen.

Vollständige Entfernung der Daten erforderlich

Die Daten sind bei den Handys meist in hierarchischen Datenstrukturen abgelegt, ähnlich wie bei Festplatten. Beim normalen, manuellen Löschen durch den Nutzer werden die Daten nicht überschrieben, sondern lediglich das Inhaltsverzeichnis gelöscht. Die Daten sind so aber physikalisch noch vorhanden und können mit Hilfe von einfachen Programmen ausgelesen werden.

Aufgrund der hohen Sensibilität von den gespeicherten Daten müssen Handy-Nutzer viel umsichtiger mit ihren Daten umgehen und gerade bei einem Weiterverkauf Handys komplett von allen persönlichen Daten „befreien“. Gerade der interne Speicher und die hier gespeicherten Daten sollten dabei nicht in Vergessenheit geraten – auch dort müssen die Daten entfernt werden.

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Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. Auf http://www.youtube.com/rosaneonrohr habe ich ein Video, wie man am besten eine Simkarte zerstört, ohne spuren zu hinterlassen. Ein Hochspannungsgenerator, der eine Gleichspannung von ca. 10-20 KV liefert, bei einem Strom von nur ca. 1mA, wird an ein Koaxialkabel angeschlossen. Dieses Kabel wirkt wie ein kleiner Kondensator. Damit erzeugt man aus kleinen Batterien Energien, so hoch, als könnte man damit ganze Wohngebiete versorgen -> nur: Im nanosekunden-Bereich. Das zerstört den darunterliegenden Chip samt seiner Bonddrähte. Optiisch sieht die SIM-Karte noch völlig unbeschädigt aus.

    Achtung: Hochspannung kann tödlich sein, wenn man nicht weiß, was man tut !!!

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