Interesse an Datenschutz in der Bevölkerung steigt

Donnerstag, 27. Januar 2011, 15:21 Uhr

Lidl, Telekom, Google Street View, Facebook – in den unterschiedlichsten Zusammenhängen wurde man in der letzten Zeit mit dem Thema Datenschutz konfrontiert.

Die Medien scheinen zu merken, dass dieses Thema die Öffentlichkeit immer mehr bewegt und berichten vermehrt über Datenschutzskandale im Internet, aber auch innerhalb von allen bekannten Unternehmen.

Und auch die Bürger sind nun eher sensibilisiert und stellen in der letzten Zeit häufiger Anfragen an den Datenschutzbeauftragten, wie rp-online berichtet.

Zahl der Anfragen verdreifacht

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Anfragen beim Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar verdreifacht. Schaar begrüßt diese Entwicklung:

“Ich finde es gut, dass das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung von den Menschen auch eingefordert wird,”

so der Bundesdatenschutzbeauftragte laut rp-online. Es zeige, dass die Bürger ein immer größeres Interesse daran entwickeln, wohin ihre Daten gelangen und was mit diesen passiert.

Zuständigkeit des Bundesdatenschutzbeauftragten

Der Internetauftritt des Bundesdatenschutzbeauftragten bietet erste Informationen und Kontaktmöglichkeiten.

Er ist zuständig für alle Beschwerden von Bürgern, die meinen, dass beim Umgang mit ihren Daten ihr Persönlichkeitsrecht nicht genug beachtet wurde. Zudem geht er auch Beschwerden gegen Bundesbehörden nach, die ihren Verpflichtungen zum Zugang zu Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz nicht nachkommen. Denn nach dem Informationsfreiheitsgesetz hat grundsätzlich jeder Bürger Anspruch auf Zugang zu Daten, die Behörden über ihn speichern – und braucht hierfür keinen besonderen Anlass oder Grund.

Datenschutz im Fokus

Der Bundesdatenschutzbeauftragte wirkt auch bei Gesetzgebungsverfahren durch Empfehlungen, Gutachten und Berichte mit und setzt sich in nationalen, europäischen und internationalen Gremien, Konferenzen und Arbeitskreisen für den Datenschutz ein. Dabei sind gerade in der letzten Zeit die Themen ELENA, Volkszählung und die Terrorismusbekämpfung, die in bestimmten Maße Eingriffe in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung erfordert, in den Fokus des Datenschützers gerückt. Alles Themen, die jeden Bürger ganz konkret selbst betreffen.

Also bleibt zu hoffen, dass die Bürger sich weiter um den Umgang mit ihren Daten kümmern und den Bundesdatenschutzbeauftragten durch Anfragen, Beschwerden und Anregungen mit Arbeit versorgen…

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