CYOD oder COPE – die Alternative zu BYOD in Unternehmen?

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Fachbeitrag

BYOD stellt Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen. Vielleicht können Konzepte wie CYOD oder COPE Abhilfe verschaffen. Bei CYOD und COPE verbleiben die jeweiligen Geräte im Unternehmenseigentum, das Unternehmen gestattet aber in der Regel die Privatnutzung der Geräte.

CYOD und COPE – die Konzepte und was sich dahinter verbirgt

Das eigene Gerät auch im Berufsalltag einsetzen zu können vermeidet eine umständliche Doppelnutzung. Wie bereits vor einiger Zeit in unserem Artikel Bring Your Own Device (BYOD) – Nutzen und Risiken dargestellt, birgt das Konzept neben Vorteilen aber auch eine Reihe von Risiken.

Neben datenschutzrechtlichen, lizenzrechtlichen und steuerrechtlichen Implikationen bestehen auch eine Reihe sicherheitsrelevante Risiken. So müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit die jeweiligen im Nutzereigentum befindlichen Endgeräte über gewisse Mindestsicherheitsstandards verfügen, um das Unternehmensnetzwerk und die betrieblichen Server vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Bei CYOD – Choose your own Device und COPE – Corporate-Owned, Personally Enabled stellt das Unternehmen, anders als bei BYOD, ausschließlich selbst beschaffte Geräte zur Verfügung. Der Mitarbeiter kann aus diesen Geräten dasjenige auszusuchen, das am besten seiner dienstlichen Nutzung entspricht. Bei COPE ist der Mitarbeiter zusätzlich bis zu einem gewissen Grad auch für die Einrichtung und den laufenden Betrieb selbst verantwortlich.

Implikationen von CYOD und COPE

Welche Problemstellungen sich bei dem Einsatz von CYOD oder COPE ergeben, hängt im Wesentlichen davon ab, inwieweit die Mitarbeiter die zur Verfügung gestellten Geräte auch privat nutzen dürfen.

Möchte das Unternehmen die private Nutzung zulassen treten auch bei CYOD und COPE viele der bereits bei BYOD bestehenden Probleme auf. Daneben kann COPE nur sinnvoll eingesetzt werden, wenn der jeweilige Mitarbeiter über die notwendigen IT-Kenntnisse verfügt, um für Support und Wartung zu sorgen. Zusätzlich muss sich das Unternehmen mit der Frage auseinandersetzen, wer für Schäden haftet, die durch fehlgeschlagene Wartungsversuche der Mitarbeiter entstehen.

Will man CYOD oder COPE erfolgreich einsetzen bedarf es ebenso wie bei BYOD einer umfassenden Vereinbarung zur Gerätenutzung und einer klaren Trennung zwischen privaten und dienstlichen Daten. Denn auch hier ist der Arbeitnehmer in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu schützen.

Vorteile der Konzepte

Der Vorteil der beiden Konzepte im Gegensatz zu BYOD ist, dass sich die Geräte jeweils im Unternehmenseigentum befinden und durch dieses ausgesucht werden. Dadurch hat das Unternehmen von vornherein einen wesentlich weiteren Spielraum, es kann von vornherein nur Geräte zu Verfügung stellen, die den Sicherheitsanforderungen genügen und kann die Nutzung stärker reglementieren, als das bei privaten Geräten möglich wäre. So kann vorab festgelegt werden, welche Geräte unterstützt werden und welche Software gestattet ist. Auch ist es der IT von Anfang an möglich, eine technische Trennung zwischen privaten und dienstlichen Bereichen zu organisieren.

Dadurch lassen sich zumindest einige Gefahren von BYOD vermeiden und grundlegende Voraussetzungen können von vornherein unternehmensseitig festgelegt werden.

Schafft man es, die möglichen Problemstellungen in ein solides Regelwerk zu implementieren und den Mitarbeitern gleichzeitig hochwertige Geräte anzubieten, bieten diese Konzepte eine geeignete Alternative zum BYOD Konzept.

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