Facebook „Umgehende Personalisierung“ – Des einen Freud, des anderen Leid.

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Ein Traum wird wahr – zumindest für Facebook und dessen Partnerunternehmen.

Denn dank des neuen Dienstes von Facebook, dass sich „Umgehende Personalisierung“ schimpft, ist es Partnerunternehmen von Facebook möglich, automatisch bestimmte Nutzerdaten auszulesen…

Der Dienst an sich und was er kann

Der Name „Umgehende Personalisierung“ klingt nicht nur sperrig, man weiß auch eigentlich nicht so wirklich, was er denn nun eigentlich kann. Aber er ist (wohl) seit letzter Woche aktiviert – und wie immer bei Facebook geschah die Aktivierung automatisch und muss von den Usern rückgängig gemacht werden.

Bleibt er aktiv, können Partnerunternehmen laut Augsburger Allgemeine, Nutzerdaten einsehen, unter anderem den Namen und die bei Facebook eingetragenen Daten eines Nutzers – darunter auch seine Freundeslisten und Statusmeldungen.

Facebook nennt folgende Partnerunternehmen:

  • Bing – Suchmaschine Microsoft
  • Pandora – Internet Radio, Personalisierte Musik
  • TripAdvisor – Hotelbewertungsportal
  • Yelp – Lokales Bewertungsportal
  • Rotten Tomatoes – Filmbewertungen von Freunden
  • Clicker – TV Streaming, Personalisierte TV-Empfehlungen
  • Scribd – Soziales Lesen
  • Docs – Zusammenarbeit an Dokumenten

Keine Informationsweitergabe bei deutschen IP-Adressen

Facebook hingegen dementiert laut Hannoversche Allgemeine Zeitung, dass bei deutschen IP-Adressen eine Weitergabe von Informationen an Partnerunternehmen statt finde.

Unklar bleibt dabei allerdings, ob dies auch für deutsche User im Ausland gelte. Aber immerhin lasse sich die neue Funktion ausschalten. Das ist ja schon mal was. Aber warum sie überhaupt aktiv ist und trotzdem deaktiviert werden kann, wenn doch gar keine Weitergabe von Informationen statt findet, bleibt an dieser Stelle offen…

Privatsphäre-Einstellungen prüfen

Ob der Dienst nun tatsächlich aktiviert ist oder ob dies mal wieder eine reine Meinungsmache ist, wird mal als Facebook-User wohl nur dann erfahren, wenn man seine eigenen Privatsphäre-Einstellungen (wieder) einmal genau überprüft.

Aber dieses Verfahren sollte mal als sensibilisierter Facebook-Nutzer grundsätzlich sowie des Öfteren vollziehen. Denn schließlich weiß man bei diesem Netzwerk nie so wirklich, wie zur Freude des einen und zum Leid des anderen Geschäfte mit fremden Daten gemacht werden sollen…

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