iOS 10.3 Update: Apple analysiert Nutzerdaten aus der iCloud

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Apple kündigt an, mit iOS 10.3 zusätzlich zu Diagnose- und Nutzungsdaten des Gerätes auch erstmals Nutzerdaten aus der iCloud zu analysieren. Der Nutzer muss der Datensammlung im Einrichtungsassistenten einmalig zustimmen.

Grund für die Analyse der Nutzerdaten

Generell möchte Apple mit iOS 10 umfassende Daten zur Gerätenutzung erfassen. Hauptgrund ist nach Angaben des Unternehmens die angestrebte Verbesserung der Funktionen in iOS 10.

Die über die Analyse erfassten Daten sollen unter anderem zur Verbesserung von Funktionen wie die Bereitstellung von Emojis passend zu getippten Begriffen, die Einbindung neuer oft verwendeter Wörter in die Quick-Type-Vorschläge der Tastatur, sowie der Anreicherung der „Lookup-Hinweise in Notizen“ dienen.

Außerdem sollen die Ergebnisse der Analyse der iCloud-Accounts z.B. in die Weiterentwicklung intelligenten Diensten wie „Siri“ einfließen.

Welche Daten sind betroffen?

Welche iCloud-Daten Apple erheben und auswerten wird, ist noch unklar, da Apple sich noch nicht explizit dazu geäußert hat.

Apple versichert aber, dass die gesammelten Daten nicht genutzt werden können, um Rückschlüsse auf die Identität einzelner Nutzer ziehen zu können. Rückschlüsse sollen durch die „Differential Privacy“-Methode verhindert werden.

Was ist Differential Privacy?

Apple selbst beschreibt Differential Privacy wie folgt:

“Differential privacy is a research topic in the areas of statistics and data analytics that uses hashing, subsampling and noise injection to enable […] crowdsourced learning while keeping the data of individual users completely private. Apple has been doing some super important work in this area to enable differential privacy to be deployed at scale.”

Kurz gesagt: Apple bedient sich einer wissenschaftlichen Methode, um so viel wie möglich über eine Zielgruppe zu lernen, ohne Rückschlüsse auf einen konkreten Nutzer ziehen zu können.

Unter anderem soll eine Art Rauschen („noise“) über die Übertragung gelegt werden, um den Informationsgehalt zu mindern. Ob die Methode wirkungsvoll ist und von Apple mit der notwendigen Konsequenz eingesetzt wird, um Rückschlüsse tatsächlich zu verhindern und die Privatsphäre der Nutzer sicher zu schützen, wird sich zeigen. Differential Privacy hin oder her, sicher ist, dass Apple mehr Daten denn je von den Geräten sammelt.

Einwilligung bei Update

Im Rahmen des Updates ändert Apple auch die Nutzungsbedingungen und fragt die Zustimmung im Rahmen eines Opt-In ab. Apple lässt so die Möglichkeit offen, den Haken zur Zustimmung nicht zu setzen. Nachträglich lässt sich das Teilen der iCloud-Daten laut Entwicklern unter dem Punkt „Datenschutz“ in den Einstellungen abschalten.

Weitere Hinweise zur allgemeinen Datensicherheit beim iPhone finden Sie in unserem Artikel „Datensicherheit beim iPhone“.

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