Do Not Track – Mehr Bewusstsein für die Macht der Daten

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Das Sammeln und Auswerten von Daten im Internet ist ein eigener Geschäftszweig, mit dem sich auf Kosten der Nutzer viel Geld verdienen lässt. Ob wir nun im Webshop Waren in den Warenkorb legen, bei Onlinemagazinen Nachrichten lesen oder auf Facebook Likes vergeben – diese Informationen werden gespeichert und ausgewertet. Das Projekt Do Not Track hat dies zum Anlass genommen und eine Webserie produziert, die die Interaktionen des Nutzers im Netz mit einbezieht und dadurch ein Bewusstsein für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Daten schaffen will.

Daten – die eigentliche Währung im Internet

Das kostenlose Apps und Online-Angebote nicht so umsonst sind, wie sie auf dem ersten Blick erscheinen, ist bereits seit längerem bekannt. Die eigentliche Währung, mit der bezahlt wird, sind Daten. Diese ermöglichen es Interessen, Altersgruppe, Geschlecht und finanzielle Status der Nutzer herauszufinden. Unternehmen wie Facebook und Google verdanken ihren Umsatz zu einem Großteil ihren Trackingdiensten.

Bereits in früheren Artikeln haben wir über die Datennutzung von Facebook berichtet und auf Trackingmethoden hingewiesen. Auch eine genaue Erklärung des Webtrackings durch den Einsatz von Cookies kann auf unserem Blog nachgelesen werden.

Was passiert mit unseren Daten?

Die Möglichkeiten, wie diese Daten verwendet werden können, sind vielfältig:

  • Werbung: Die meisten Trackingdienste analysieren Daten, um anschließend maßgeschneiderte Werbung zu schalten.
  • Sicherheitsdienste: Daten helfen bei der Verfolgung und Aufklärung von Straftaten.

Auch andere Konzepte über den Einsatz von Daten sind denkbar:

  • Versicherungen: Daten über absolvierte Sporteinheiten können für Rabattaktionen bei Versicherungen verwendet werden
  • Kredite und Scoring: das Nutzerprofil bei Facebook soll auch zuverlässig Auskunft über die Kreditwürdigkeit und Zahlungsbereitschaft einer Person liefern können.

Was das Internet bereits über dich weiß

Das große Problem beim Tracking ist die fehlende Transparenz für den Nutzer. Einen Großteil ist es überhaupt nicht bewusst, welche Spuren im Netz hinterlassen werden. Das Projekt Do Not Track bietet nun die Möglichkeit, dies herauszufinden. Der Zuschauer kann während des Ablaufs der Episode eingeben, welchen Nachrichtenseiten er zuletzt besucht hat, oder den Zugriff auf den eigenen Facebook-Account erlauben. Do Not Track nutzt diese Informationen dann wie potentielle Trackingdienste, wertet diese aus und zeigt dem Nutzer so während der Serie, welche Macht von seinen Daten ausgeht. Die Folgen der siebenteiligen Serie erscheinen bis zum 15. Juni und stehen auf der Webseite des Projekts zur Verfügung.

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3 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. @ Dr. Datenschutz

    A propos Transparenz und staatliche Behörden.
    In Estland soll es für Bürger die Möglichkeit geben, auf einem Portal nachzusehen, welche Behörden wann und warum auf die persönlichen Daten zugegriffen haben. Sogar Datenzugriffe der Polizei kann ein Bürger feststellen (wahrscheinlich gibt es Ausnahmen).

    Vielleicht wäre das ein Thema, das Sie recherchieren und im Blog darstellen könnten. Denn wenn man auch hierzulande als Bürger per Webportal die Zugriffsprotokolle kontrollieren könnte, würde diese Transparenz etwas beruhigen.

    Danke vorab.

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