Wie, Knast? Ich muss weg!

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In Fernsehsendungen wird häufig das Bild vom cleveren Verbrecher kolportiert. Spätestens wenn junge Juristen im Rahmen ihrer Referendariatsausbildung in der Strafstation angekommen sind wird deutlich, dass Straftäter regelmäßig alles andere als clever sind.

Was aber, wenn hin und wieder doch mal ein Cleverle darunter ist und dieser sich auch noch mit Computern, um genau zu sein mit dem Hacken von Computern auskennt und sich entschließt anderen Straftätern in ihrer schlimmsten Not, soll heißen im Knast, beizustehen?

Sicher wie Alcatraz? Mitnichten!

Gefängnisse sind allgemein nicht zwingend dafür bekannt allzu harmonische Orte zu sein. Dies gilt jedenfalls dann, wenn man nicht auf Zellenatmosphäre oder erzwungenes gleichgeschlechtliches Kuscheln steht. Für Gefängnisse in den USA gilt dies aber noch viel mehr.

Daher ist es klar, dass bei den Insassen in der Regel wenig Interesse daran besteht, an einem solchen Ort länger zu verweilen, als unbedingt nötig. Einem Bericht von heise-online zufolge, legten IT-Sicherheitsberater diesen Gedanken zugrunde und testeten in den USA die Steuerungstechnik von Gefängnissen. Das Ergebnis ist aus IT-Sicherheitssicht verblüffend, zumindest wenn man an Gefängnisse denkt, da man erwarten würde, dass dort Sicherheit im Allgemeinen ja groß geschrieben sein sollte. Irgendwie eine Hommage an Alcatraz halt.

Sesam öffne dich

Dem ist allerdings mitnichten so. Eher handelte es sich um eine Hommage an Ali Baba und die vierzig Räuber à la „Semsam öffne Dich“. Denn über verschiedene IT-Sicherheitslecks war es den Experten  sogar möglich, Zellentüren zu öffnen und Alarme abzuschalten. Hintergrund ist, dass die Steuerungssysteme an das Internet angebunden waren und für private Nutzungen, d.h. Surfen und E-Mailings des Wachpersonals herhalten mussten.

TOM

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie wichtig die Einhaltung technisch organisatorischer Maßnahmen (TOM) aus Sicherheitsgründen ist. Auch wenn es in diesem Fall nicht nur darum ging, dass kein Unbefugter hinein, sondern auch nicht hinaus kommt.

Jemand der sich zwar bestenfalls nicht mit Gefängnissen, dafür aber mit dem Thema Datenschutz und IT-Sicherheit auskennt, ist Ihr betrieblicher Datenschutzbeauftragter.

Apropos: Hat Ihr Unternehmen eigentlich einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten?

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