Willkommen im Hacking-Zeitalter!

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Nicht nur Sony wurde in der letzten Zeit Opfer von Hacking-Attacken: Bei neckermann.de ist es in der letzten Woche zu einem Hackerangriff gekommen. Dabei wurden die Daten von 1,2 Millionen Gewinnspiel-Teilnehmern gestohlen, wie spiegel.de am Dienstag berichtete. Wer für den Datendiebstahl verantwortlich ist, ist noch unklar.

Angriff auf IT-Systeme

Neckermann wurde nun also auch Opfer eines Hacker-Angriffs. Betroffen seien aber nur „Neben-Systeme“, nicht der Online-Shop selbst, wo die Kundendaten liegen, so das Unternehmen. Gestohlen wurden persönliche Daten von Gewinnspiel-Teilnehmern, nämlich Vor- und Familiennamen und E-Mail-Adressen.

Und das nicht in unerheblichem Maße: 1,2 Millionen der Teilnehmer waren betroffen. In einer Pressemitteilung von neckermann.de wird bestätigt, dass eine Sicherheitsanalyse ergeben habe, dass keine weiteren personenbezogenen Daten gestohlen worden seien.

Anzeige gegen Unbekannt

Das Unternehmen hat nun Anzeige gegen unbekannt gestellt, denn von wem der Hackerangriff kam, konnte bisher nicht festgestellt werden. Auch die Datenschutzaufsichtsbehörde wurde laut spiegel.de informiert. Neckermann hat allerdings einige Tage gewartet bis die Öffentlichkeit und vor allem die Betroffenen informiert wurden – und versucht in der Pressemitteilung auch, den Vorfall herunterzuspielen:

Hacker-Angriffe kommen im Internetzeitalter weltweit zunehmend häufiger vor und richten sich gegen zahlreiche Unternehmen unterschiedlichster Branchen

Hacking, wo man hinschaut

Hacking ist in der letzten Zeit nicht selten vorgekommen. Vor allem der Sony-Fall hat die Gemüter erregt. Vor allem deshalb, weil vermeintlich sichere Systeme bei weitem nicht so sicher sind wie es scheint. Und es für den Kunden kaum erkennbar ist, wo seine Daten überhaupt noch sicher sind. Bei Sony wurde ein Playstation Network gehackt und die Zahl der betroffenen Kunden, von denen auch Adress- und Kreditkartendaten gestohlen wurden, lag bei 77 Millionen.

Das ist natürlich ein anderes Ausmaß als jetzt bei Neckermann. Aber egal wie groß die Menge der Betroffenen: Die Unternehmen sind für die Sicherheit ihrer Systeme verantwortlich und müssen dafür Sorge tragen, dass Daten nicht abhanden kommen.

Tschüss Sicherheit im Internet?

Dabei haben die meisten Unternehmen die typischen Sicherheitsvorkehrungen wie Installierung von Antivirensoftware und Firewalls getroffen. Aber anscheinend ist das alles lange nicht mehr ausreichend. Denn wenn sogar schon Elite-Hacker trainiert werden, wie jüngst in China geschehen, so stellt sich die Frage, inwieweit man sich als Unternehmen gegen solche gezielten Angriffe von außen überhaupt noch wehren kann – denn je mehr Kundendaten gespeichert werden, desto schwieriger wird es, diese ausreichend zu sichern.

Bleibt der einzige Schluss für den Verbraucher: Egal, wie viele Sicherheitszertifikate einem auf einer Webseite entgegenspringen: Wenn man seine Daten irgendwo eingibt, weiß man niemals mit 100%iger Sicherheit, wo sie irgendwann landen. Und das Geheimrezept gegen Hacking scheint noch lange nicht gefunden…

 

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